Osterfrühstück – Muffins mit Bergkäse und Spiegelei

spiegeleimuffin

Ostertraditionen sind ganz schön unterschiedlich. Das macht es – wenn zwei unterschiedlich feiernde Familien aufeinandertreffen – erst Mal nicht allzu leicht ein Osterfest vorzubereiten, mit dem Alle zufrieden sind. Bei mir gab es Ostern seit ich denken kann ein ausgedehntes Frühstück, das nahtlos ins Kaffeetrinken überging. Unterbrochen lediglich von der Osternestsuche, bei der alle Altersstufen mit einem kleinen Geschenk bedacht wurden. Bei Herrn Minzzucker gab es zu Ostern schon immer ein warmes Mittagessen. Unterbrochen vom Werfen eines geweihten Ostereis über das Hausdach während des Läutens der Kirchenglocken am Mittag. Das soll vor Blitzschlag schützen. Der Osternachmittagskaffee gehörte auch hier natürlich dazu. Danach war aber Schluss. Bei mir zuhause gab es immer noch ein Abendessen. Jetzt wo wir endlich Platz haben, um beide Familien um einen Tisch zu versammeln wird Ostern also bei uns stattfinden. Es wird Frühstück geben, mit ein paar warmen Kleinigkeiten, außerdem das Ostereiwerfen und eine Osternestsuche, Kuchen und zum Abendessen die sicherlich vorhandenen Reste vom Frühstück. Kompliziert ist das durchaus ein wenig. Und dann meinen es alle gut und möchten etwas beisteuern. In den letzten Tagen gab es deshalb mehrfaches freundliches ablehnen meinerseits. Immerhin habe ich frei und kann den ganzen Tag wilde Küchenorgien abhalten! Ein Muss für unser Osterfrühstück sind Muffins mit Spiegelei. Eigentlich kommt ja Bacon hinein. Herr Minzzucker macht das auch so. Ich habe festgestellt, dass sie stattdessen auch mit einer Scheibe Brgkäse ganz wunderbar schmecken.

muffinbacon

Ihr braucht pro Muffin:

1 Scheibe Toast

etwas Butter

1 Scheibe Bacon oder Bergkäse

1 nicht zu großes Ei

Salz

Pfeffer

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
  2. Vom Toast je nach Geschmack die Rinde entfernen und eine Seite buttern.
  3. Brot mit der Butterseite nach unten in eine Muffinform drücken.
  4. Eine Scheibe Bacon oder Käse hineinlegen.
  5. Ein Ei hineingleiten lassen.
  6. Muffin ca. 10 Minuten backen – je nachdem wie flüssig Ihr das Ei mögt.

frühstücksmuffin

Ein tolles Frühstück! Ich habe da nur ein keines Ei-Problem. Ich mag das Eigelb gern sehr flüssig. Das Eiweiß muss aber ganz fest sein, weil mich dieses Glibberzeug sonst echt anekelt. Bei Frühstückseiern esse ich deshalb immer nur das Eigelb. Das Eiweiß hat zuhause dann immer mein Papa gegessen. Eine Tradition die Herr Minzzucker glücklicherweise übernommen hat. Ein besonderer Glücksfall ist da übrigens mein Patenkind: Er liebt Ostereier. Nur der Flummi (=Eigelb) bleibt übrig. Ich erkläre mich immer sehr gern bereit, Verwerterin sämtlicher Flummis zu sein und bekomme an Ostern immer mal wieder ein kugelrundes Eigelb auf meinen Teller gelegt.

Gibt es in Euerer Familie eigentlich Ostertraditionen?

Ein oberleckeres Osterfrühstück wüscht Euch,

Dani


Freitagskuchen – Zitrone und Rosmarin

zitronenkuchen

Zitrone und Rosmarin – eine Mischung die ich total gerne mag. Seit ich Anfang der Woche bei Marco das Rezept für Zitronen-Rosmarin-Sirup gesehen habe, lacht micht der Rosmarinstock vor unserer Haustür jedesmal an, wenn ich an ihm vorbeilaufe und fordert mich quasi auf ihn endlich zu räubern und mit einer Zitrone zusammen zu bringen. Heute hatte er gewonnen. Es gab Rosmarin-Zitronenkuchen. Eine tolle Mischung auch im Kuchen und wunderbar passend zum Frühling!

rosmarinkuchen

Für eine Kastenkuchen (20 cm) braucht Ihr:

190 g weiche Butter

Schale von zwei Zitronen

1 TL gehackter Rosmarin

100 g weißer Zucker

50 g brauner Zucker

3 eier

190 g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

1 EL Mascarpone

Zutaten für den Sirup:

40 g Zucker

Saft von 2 und Schale von einer Zitrone

2 Zweige Rosmarin

Und so geht`s:

  1. Den Ofen auf 170°C vorheizen und die Kastenform fetten und mit Mehl ausstäuben.
  2. Butter, Zitronenschale, Rosmarin und Zucker schaumig schlagen.
  3. Eier einzeln unterrühren.
  4. Mehl, Backpulver und Salz mischen und unterrühren.
  5. Die Mascarpone unterrühren.
  6. Teig in die Form füllen und ca. 50 Minuten backen.
  7. In der Zwischenzeit alle Zutaten für den Sirup in einen Topf geben und bei kleiner Hitze einreduzieren.
  8. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, sofort mit einem Stäbchen Löcher hineinstechen und den Sirup darüber träufeln.
  9. Kuchen kurz stehen lassen, dann stürzen und abkühlen lassen.

zitronenrosmarinkuchen

Wie so oft bei Rührkuchen ist der Clou für mich hier der Sirup. Ich liebe sirupgetränkte Rührkuchen! “Endlich mal ein Zitronenkuchen der nach Zitrone schmeckt” – befand Herr Minzzucker während er sich das dritte Stück genehmigte. Und die kleine Rosmarinnote schadet natürlich auch nicht. Ganz nebenbei konnten wir beim Kaffeetrinken dem Fischreiher bei seinem Festschmaus zuschauen, der beschlossen hat nur wenige Meter von uns entfernt sein Nachmittagsmahl einzunehmen. Ein wirklich toller Vogel war das. Nur auf`s Foto wollte er leider nicht.

Entspannte Kaffeestunden wünscht Euch,
Dani

 

 

 


Veggigrillen supereinfach – Grillpilze mit Frischkäse

 

gefülltechampignongs

Als grillender Vegetarier gibt es zwei recht nervige Dinge, die sich quasi bei jedem Grillen in größerer Runde wiederholen. Erstens: Man wird nur verarscht. Zweitens: Man steht hungrig vom Tisch auf. Komischerweise will nämlich jeder – selbst der Liebhaber blutigstens Steaks – plötzlich gegrillte Gemüse, geschmolzenen Feta und würzig marinierten Tofu probieren. Und weil es dann den Probierenden schmeckt, müssen unbedingt auch alle kosten, die das bisher nicht wollten. Und weil es so gut ist, wird der Feta zwischen 10 Leuten aufgeteilt. Ein mittelgroßes Triumphleuchten in den Augen des Vegetariers inbegriffen…

Dieses Rezept – das so einfach ist, dass man es fast nicht als solches bezeichnen kann – ist seit Jahren einer meiner Grillfavoriten. Wenigstens zwei, drei Pilzchen landen eigentlich immer auf dem Grill. Wichtig für das Gelingen sind lediglich zwei Dinge: Die Größe der Pilze und die Auswahl des Frischkäses, damit das Verhältnis Pilz-Käse stimmt und im Pilz eine cremige Käsemasse schwimmt, während auf dem Pilz eine zarte Kruste ist.

grillpilze

Ihr braucht:

Champignons (mittlere Größe)

Kräuterfrischkäse (mein Favorit: Boursin)

ein Grill – für mich geht nur Holzkohle oder gleich ein richtiges Feuer

Und so geht`s:

  1. Die Stiele der Pilze entfernen.
  2. Die entstandene Mulde des Pilzes mit Hilfe eines Teelöffels mit dem Frischkäse füllen.
  3. Die Pilze mit der Käsemasse nach oben 5-10 Minuten (je nach Hitze auf dem Grill und je nachdem wo auf dem Grill noch fleischfreie Zone ist) grillen.

frischkäsechampignongsvomgrill

Mittlerweile mache ich davon gleich mehr, weil sowieso alle mitessen wollen. Solltet Ihr doch nicht alle grillen, könnt Ihr die Reste gut auch am nächsten Tag im Backofen zubereiten. Die Stiele der Pilze sollten natürlich auch nicht weggeworfen werden. Klein gehackt und mit Frischkäse und Kräutern vermischt ergeben sie eine tolle Füllung für Tomaten oder Paprikaschoten.

Genüssliche Grillabende wünscht Euch,

Dani


Freitagskuchen – Erdbeeren, Rhabarber, Minze und ein Cheesecake

käsekuchenerdbeerrhabarber

Käsekuchen geht immer. In jeder Variante. Für einen Käsekuchen lasse ich das üppigste Kuchenbuffet mit den schillernsten Torten links liegen. Er ist halt einfach zu lecker. Herrlich cremig, meist nicht zu süß und so unfassbar vielfältig, dass er jeder Jahreszeit ruckzuck angepasst werden kann. Heißt: Ich liebe Käsekuchen, ganz traditionell mit Quark und Rosinen genauso wie als üppigen Cheesecake, mit nix drin, mit Obst, mit Kürbis. Nur auf den Boden könnte ich verzichten. Weder Mürbeteig noch Kekskrümelböden zählen zu meinen Favoriten, weswegen zumindest der Rand des Mürbteigs immer auf den Nachbarteller wandert. Wer mag denn schon dieses trockene Zeugs?

Herr Minzzucker steht auf absolut jede Form von Kuchen. Nur einen mag er nicht so gern: Käsekuchen. Das ist einerseits bitter für mich, führt aber andererseits dazu, dass ich auch andere Dinge backe. Wenn es nach mir ginge könnte ich ja täglich und ausschließlich Cheesecakes essen. Und weil Herr Minzzucker gern Mürbteig und Kekskrümel mag, gibt es als Kompromiss Käsekuchen mit Boden.

käsekuchenimglas

Der heutige Kuchen geht wirklich superfix. Ich stand gerade mal eine Viertelstunde in der Küche und nachdem er nicht mal backen muss, war es das tatsächlich auch schon. Allerdings hatte ich das Kompott fertig in der Gefriertruhe. Sobald die Sonne das Ende des Winters einläutet ist mir nämlich sehr nach Erdbeeren und Rhabarber, die es ja aber leider noch nicht gibt – zumindest nicht, wenn man sie nicht weit hergeflogen kaufen mag. Glücklicherweise hatte ich noch eine Portion Erdbeer-Rhabarber-Kompott mit Minze im Gefrierschrank. Ein herrliches Überbleibsel vom letzten Jahr. Sauer, fruchtig, erfrischend und mit einer tollen leichten Minznote. Merkt es Euch doch einfach schon mal vor! Ihr müsst nur Rhabarber mit ganz wenig Wasser und einem Hauch Zucker weich kochen. Die gleiche Menge Erdbeeren unterrühren und kurz mitköcheln. Zum Schluss etwas gehackte Minze unterheben. Für den Cheesecake könnt Ihr jedes andere Kompott benutzen. Oder einfach Eure Lieblingsfrüchte pürieren.

erdbeerrhabarbercheesecake

Zutaten für 6 kleine Cheesecakes

7 Haferkekse (ich hatte “Hobbits daheim” – es gehen auch Butterkekse, Zwieback, trockene Kuchenresten,…)

1 EL Butter

175 g Doppelrahm-Frischkäse

250 g Mascarpone

2 EL Puderzucker

12 TL Lieblingskompott

Und so geht`s

  1. Die Kekse fein zerkrümeln, die Butter schmelzen und beides vermischen.
  2. Krümelmasse auf sechs auf dem Boden von sechs kleinen Förmchen verteilen und etwas andrücken.
  3. Frischkäse, Mascarpone und Zucker gut miteinander verrühren und ebenfalls auf die Förmchen verteilen.
  4. Mit einem Teelöffel kleine Mulden in die Masse drücken und die mit Kompott füllen.

erdbeercheesecake

Oberfruchtig ist das! Ich habe die Frischkäsemasse bewusst nicht weiter aromatisiert, damit das Obst richtig gut zur Geltung kommt. Schmeckt nach Sommer, vor allem weil die Sonne scheint. Sonntag soll es schneien habe ich vorhin gehört. Ich hoffe das ist ein Witz…

Fröhliche Frühlingsmomente wünscht Euch,

Dani

 


Freitagskuchen – Upside-down mit Ananas und Ingwer

ingwerananaskuchen

Der erste Freitagskuchen auf der Dachterrasse wird das heute. Die Sonne scheint nämlich ganz wunderbarst zum Start ins Wochenende vom Himmel und wartet darauf, dass wir unsere Näschen in den Himmel strecken, um von ihr gewärmt zu werden. Und der Kuchen wartet darauf ganz schnell aufgefuttert zu werden. Weil – auch wenn dieses Exemplar noch unangeschnitten ist – er ist ein perfekter “Der-Frühling-kommt-Kuchen”. Ich backe ihn nämlich nicht zum ersten Mal. Extrem saftiger Kuchenteig wird hier gekrönt von köstlich karamellisierten Ananasstückchen. Pfiff gibt dem umgedrehten Kuchen Ingwer, gehackt und als Sirup. Eine köstliche Kombi mit leichter Würze. Nix für Jeden, aber sicher was für Ingwerliebhaber. Und ich bin mir sicher, dass der Kuchen auch ohne Ingwer gut schmeckt, nur eben nicht ganz so perfekt. Das Rezept stammt übrigens aus “Sweet Dreams”.

ananasingwerkuchen

Ihr braucht güt eine Springform (26 cm):

2 EL grober Rohrzucker

1 TL Limettenschale

250 g frische Ananas

3 EL in Sirup eingelegter Ingwer + 2 EL vom Sirup

175 g weiche Butter

175 g brauner Zucker

1 Prise Salz

3 Eier

175 g Mehl

1 TL Backpulver

3 EL Milch

Und so geht`s:

  1. Die Form fetten und außen fest mit Alufolie umwickeln.
  2. Ananas in Stücke schneiden und den Ingwer fein hacken.
  3. Groben Rohrzucker und die Hälfte der Limettenschale auf dem Boden der Form verteilen und Ananasstücke darauf verteilen.
  4. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  5. Butter, Zucker und Salz gut verrühren und anschließend die Eier einzeln unterrühren.
  6. Mehl, Backpulver und restliche Limettenschale mischen und abwechselnd mit der Milch und dem gehackten Ingwer unterrühren.
  7. Teig auf die Ananasstücke geben und glatt streichen.
  8. Ein tiefes Backblech mit so viel Wasser befüllen, dass es nicht überläuft, wenn Ihr die Springform hineinstellt.
  9. Den Kuchen ca. 2 Stunden backen lassen.
  10. Anschließend aus dem Ofen nehmen, lauwarm abkühlen lassen und stürzen.
  11. Mit 2 EL Ingwersirup beträufeln und schnell essen.

ananasupsidedown

Einen Schönheitswettbewerb gewinnt er vielleicht nicht, dieser Kuchen. Aber schmecken tut er wirklich toll. Kalt und lauwarm übrigens ganz besonders. Sahne passt sicher dazu. Ich geh jetzt mal schnell einen Becher schlagen. Die Dachterrasse wartet schließlich!

Sonnige Kaffeerunden wünscht Euch,

Dani


Freitagskuchen – Crème-brûlée-Schnitten

cremebruleesquares

Crème-brûlee schafft es unter meinen Lieblingsnachspeisen ganz weit nach vorn. Trotzdem habe ich mich lange nicht ran getraut. Irgendwie dachte ich immer, dass das was so lecker schmeckt ganz schön kompliziert sein muss. Irgendwann habe ich dann aber einen Küchenbrenner geschenkt bekommen und es gewagt die herrliche Crème mit der knackigen Kruste auszuprobieren. Seitdem gehört es nicht mehr nur zu meinen persönlichen Lieblingsdesserts, sondern steht auch besonders oft auf dem Tisch, wenn Besuch kommt. Entgegen meiner Erwartungen ist das nämlich sowas von supereinfach, unaufwändig und toll vorzubereiten, dass ganz einfach auch viele Menschen damit beglückt werden können. Und erstaunlicherweise, denken auch viele Nachtischbesucher im Hause minzzucker, dass Crème-brûlee nur geübte Köche hinbekommen und machen beinahe Kniefälle vor mir, wenn es selbst gemachte Crème gibt – wenigstens bis ich sie mit einem Rezept versorge und sie sehen, dass es schnell und einfach geht. Die Crème-brûlee-Squares aus einer “Lecker Bakery” vom letzten Jahr haben mich deshalb schon lang angelacht, aber es bis zum Geburtstags meines Mannes am Montag nie auf unseren Kuchentisch geschafft. Bis Montag- und ab jetzt  sicher immer wieder. Deshalb ist der heutige Freitagskuchen eigentlich auch ein Montagskuchen gewesen. Ein echter Kuchentraum mit leichter Kaffeenote, krachender Zuckerschicht und echtem Crème-brûlee-Feeling – der Montags und  Freitags oberlecker schmeckt.

cremebruleeschnitten

Ihr braucht (für eine Springform 26 cm)

75 g weiche Butter

3 Vanillezucker

90 g Puderzucker

2 Eier

150 g Mehl

1/2 TL Backpulver

40 ml kalter Espresso

1/2 l Milch

3 gestrichene EL Speisestärke

100 g Zucker

6 Eigelb

Zucker und Brenner für die Kruste

Und so geht`s:

  1. Backofen auf 175 °C vorheizen und die Springform fetten.
  2. Butter, 1 Vanillezucker und Puderzucker cremig rühren.
  3. Nacheinander die Eier unterrühren.
  4. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren.
  5. Zum Schluss Espresso einrühren und den Teig in der Form verstreichen.
  6. Auf der untersten Schiene ca. 8 Minuten backen.
  7. Für die Crème Milch bis auf 5 EL zusammen mit den 100 g Zucker aufkochen.
  8. Restliche Milch mit der Stärke verrühren, in die kochende Milch rühren und ca. 1 Minute köcheln lassen.
  9. Von der Herdplatte nehmen und Eigelbe und zwei Päckchen Vanillezucker unterrühren.
  10. Auf dem vorgebackenen Boden verteilen und weitere 12 Minuten backen.
  11. Kuchen in der Form auskühlen lassen und anschließend in kleine Quadrate schneiden.
  12. Etwas Zucker auf die Schnitten streuen und mit dem Brenner karamellisieren.

cremebruleekuchen

Ich gestehe, ich bin süchtig nach den kleinen Dingern! Man könnte natürlich auch einfach normale Kuchenstücke daraus schneiden. Allerdings wird das Schneiden mit Zuckerkruste sicher eine ziemliche Sauerei. Und außerdem muss man beim Schneiden der Ecken die Ränder der runden Springform ja quasi umgehend allesamt aufessen. Deshalb also lieber runde Springform und Schnitten schneiden.

Beim Zucker zum Karamellisieren bin ich übrigens noch immer unsicher, welcher sich am besten eignet. Letzten Ende gibt es immer eine knackige Schicht, egal was Ihr benutzt.

Das nächste Mal – und bei diesem Kuchen gibt es ein nächstes Mal – werde ich den Espresso im Teig durch Orangenlikör ersetzen und die Crème mit etwas Rosmarin aromatisieren. Denn das allertollste an Crème-brûlee ist für mich, dass sich so einfach mit ganz unterschiedlichen Geschmacksnoten verfeinert werden kann. Mögt Ihr sie am liebsten pur oder mit Extra-Geschmack?

Knackige Kuchenschlachten wünscht Euch,

Dani


Risotto rot-weiß – Graupen, Tomaten und Feta

graupenrisotto

Ach ja, schon wieder der Herr Ottolenghi. Aber wenn es halt so schmeckt! Sowohl “Genussvoll vegetarisch”, als auch “Jerusalem” sind tatsächlich Kochbücher, die oft als Inspiration fürs Abendessen dienen. Und das obwohl wir beim Kochen eigentlich selten Rezepte benutzen und es da eher ein wildes in den Topf werfen je nach Gemüseangebot wird. Aber die Rezepte aus beiden Büchern sind für uns zum Großteil quasi eine Offenbarung. Genussvolles schweigsames Schlemmen und heimliches Topfausschlecken inklusive. So auch bei diesem Risotto, das mit Graupen und fruchtigen Tomaten daherkommt. Sogar der eigentlich bei uns nicht gerade beliebte Staudensellerie darf mit hinein.

Die wahre Hauptperson des Rezepts (diesmal überigens aus “Jerusalem”) ist aber der marinierte Feta, der die Graupen krönt und quasi für fast alles geeignet und deshalb nur für das Risotto viel zu schade ist. Der Käse schmeckt auch zu Brot ganz wunderbar, oder zu Ofenkartoffeln oder mit gebratenen Zucchinischeiben zu ein paar Nudeln. Ganz nebenbei hält sich die Zubereitungszeit für ein Ottolenghi-Rezept in Grenzen. Das ist in meinen Augen nämlich der einzige Nachteil vieler Rezepte aus dem Buch: Die Zubereitung ist oft nicht gerade feierabendgeeignet.

kümmelfeta

Ihr braucht für 3 Personen:

200 g Perlgraupen

1 EL Butter

90 ml Olivenöl

2 Stangen Sellerie

4 Knoblauchzehen

2 Schalotten

4 Zweige Thymian

1/2 TL geräuchertes Paprikapulver

1 Lorbeerblatt

1 Biozitrone

1/4 TL Chiliflocken

1 Dose Pizzatomaten

300 g passierte Tomaten

700 ml Gemüsebrühe

1 EL Kümmelsamen

300 g Feta

1 EL Oreganoblätter

Und so geht`s:

  1. Schalotten und Knoblauch hacken, Sellerie in kleine Würfel schneiden.
  2. In einem Topf Butter und etwas Olivenöl erhitzen. Sellerie, Schalotten und Knoblauch darin anschwitzen. Graupen, Thymian, paprikapulver, Lorbeerblatt, 4 Streifen Zitronenschale, Chili, beide Tomatensorten, Brühe und 1/2 TL Salz dazu geben.
  3. Bei kleiner Hitze ca. 45 Minuten köcheln lassen. Dabei öfter mal umrühren.
  4. Während die Graupen kochen, den Kümmel in einer Pfanne ohne Fett rösten und anschließend im Mörser grob zerkleinern.
  5. Kümmel, restliches Olivenöl und grob zerbröckelten Feta in eine Schüssel geben und vorsichtig vermischen. ACHTUNG! Jetzt nicht alles aufessen. Ihr braucht noch was für die Graupen.
  6. Risotto abschmecken, in Teller geben und mit Feta und Oregano bestreuen.

tomatenrisotto

Dieses Gericht hat es ganz eindeutig in meine absolute Favoritenrezeptsammlung geschafft. Wegen dem Feta. Allein wäre das Risotto durchaus lecker, aber auch ein wenig langweilig. Aber der Kümmelkäse ist unfassbar köstlich. Deshalb: Dringende Nachkochempfehlung.

Tolle Rezeptentdeckungen wünscht Euch,

Dani

 


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