Archiv der Kategorie: Sauschnell

Sonnentomaten – mit Mozzarella und trotzdem mal anders

tomatenthaibasilikum

Einmal abstauben, bitte! Puh, hier ist lange nix passiert. Die Arbeit hatte mich in den letzten Wochen ganz besonders fest im Griff. Einige große Veranstaltungen mussten vorbereitet und dann auch erlebt werden. Kochen und backen war da mal wieder auf ein ziemlich kleines Zeitlimit beschränkt. Immerhin gab es beim Zeltlager letzte Woche mehrere Gelegenheiten, das Thema Lagerfeuerküche mal wieder ausgiebig auszuprobieren. Fazit: Orangenkuchen in der Schale in der Glut gebacken schmeckt ganz wunderbar. Und: Ich habe nie besseren Jasminreis gegessen, als den aus dem Dutch Oven aus dem Feuer. Wieder daheim hat mich die Tomatenflut überrannt. Im Garten wuchern nicht nur viele, sondern auch riesige Tomaten. Das heißt: TT – täglich Tomaten.

riesentomaten

Zum Glück sind Tomaten ja unglaublich vielseitig. Nur roh kann ich ihnen eigentlich nicht allzu viel abgewinnen. Dieses Glibberzeug finde ich einfach total eklig. Gehen tut das nur in Verbindung mit viel Mozzarella und auch dann picke ich am liebsten den Käse raus und lasse die Tomaten liegen, in der Hoffnung, dass Herr Minzzucker sich erbarmt. Jetzt, mit den ersten höchstselbstgezogenen Tomaten ist das ein bisschen anders. Ich bilde mir wenigstens ein, dass sie viiiiiiiiel besser schmecken und der Glibberfaktor bedeutend geringer ist. Tomate-Mozzarella steht also öfter mal auf dem Tisch. Seit einem Restaurantbesuch vor einigen Wochen aber in einer Variante, die uns aktuell tausendmal besser schmeckt, als der Klassiker. Das Geheimnis: Joghurt, Limette und Thai-Basilikum.

tomate-mozzarella

Ihr braucht pro Person:

1 Handvoll Tomaten

1 kleiner Büffelmozzarella

1 EL Thai-Basilikum

3 EL Naturjoghurt (3,5 % Fett)

1 TL Limettenschale

etwas Zitronenöl

grobes Salz

frisch gemahlenen Pfeffer

Und so geht`s:

  1. Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden und auf einem Teller schön rumstapeln.
  2. Joghurt mit Limettenschale und einer Prise Salz mischen.
  3. Etwas Zitronenöl über die Tomaten und den Käse gießen.
  4. Joghurt darüber klecksen.
  5. Den Thai-Basilikum hacken oder zerrupfen und darüber streuen.
  6. Mit Salz und viel frischem Pfeffer bestreuen.
  7. Genießen, überrascht sein und Soße mit Brot auftunken nicht vergessen!

tomatemozzarellamalanders

Supereasy, klassisch, perfekt im Sommer und bei Tomatenüberschuss und ganz nebenbei echt Eindruck schindend. Eine so tolle und erfrischende Variante von Tomaten mit Mozzarella haben wir tatsächlich noch nie gegessen. Der Balsamico bleibt bei uns jetzt öfter im Schrank stehen…

Kreative Tomatenideen wünscht Euch,

Dani

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Sommerfrisches Zitronendessert – Zitronenmascarpone

Zitronencreme

Es gibt Rezepte die sind so einfach, dass es fast unglaublich ist wie lecker das dabei entstehende Gericht ist. Dieser Nachtisch gehört ganz weit vorn in diese Kategorie. Schon seit Jahren machen wir bei anstehendem Besuch immer wieder dieses Dessert. Es schmeckt nicht nur supergut, sondern ist auch ruckzuck gemacht. Und weil der Sommer gerade eine Pause macht, passt es wunderbar als Unterstützung beim Träumen von den im Moment hinter dicken Wolken versteckten Sonnenstrahlen.

zitronenmascarpone

Ihr braucht für 4 Personen:

3 unbehandelte Zitronen

3 EL brauner Zucker

3 Eigelbe

500 g Mascarpone

Und so geht`s:

  1. Von zwei Zitronen mit dem Zestenreißer Zesten reiben.
  2. Eine Zitrone auspressen.
  3. Zwei Zitronen filetieren und die Filets in kleine Stücke schneiden.
  4. Eigelbe mit Zucker schaumig rühren.
  5. Mascarpone in mehreren Portionen sorgfältig unterrühren.
  6. Die Hälfte der Zesten, den Saft und die Filets unterrühren.
  7. Masse in vier Gläser füllen, mit den restlichen Zesten bestreuen und bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

zitronennachtisch

Ein echt erfrischender Nachtisch. Schmeckt übrigens auch mit ein paar kleingehackten Minzblättern oder mit Orangen statt Zitronen. Das übrige Eiweiß kann zum Beispiel für Macarons gut verwendet werden. So muss nix in den Müll.

Sonnige Nachtischideen wünscht Euch,

Dani


Frühlingsfrisch – Minzpesto mit Limette

limettenminzpesto

Wucheralarm in den Minztöpfen. Wir haben plötzlich wahre Minzstauden, richtige Gebüsche vor unserer Haustür stehen. Zunächst hatte es nämlich so ausgesehen, als hätten die Minzpflanzen vom letzten Jahr den Winter nicht überstanden, also schwupps neue gekauft und jetzt wachsen die alten und die neuen Pflanzen wie wahnsinnig vor sich hin. Es muss also geerntet werden. Eine ganze Hand voll richtig langer Minzstile musste gestern dran glauben. Sehen tut man an den Pflanzen nix. Dabei stehen die in ziemlich kleinen Töpfen. Aber macht nix. Gestern gab es nämlich Nudeln mit Minzpesto. Das war so lecker, dass wir gern Minzbüsche als Vorrat vor dem Haus haben.

minzpesto

Zutaten für 3-4 Personen:

1 große Hand voll dicker, langer Minzstängel

2 EL TK-Petersilie (im Gegensatz zur Minze hat Frau Petersilie nämlich beschlossen das Wachstum spontan einzustellen…)

1 handvoll geriebenen Parmesan

100 ml Olivenöl

50 g Pinienkerne

1 Limette

Und so geht`s:

  1. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.
  2. Parmesan reiben und Minze von den Stielen zupfen.
  3. Alle Zutaten zusammen in einen Mixer geben und ordentlich mixen, bis ein cremiges Pesto entsteht.
  4. Mit Salz Pfeffer und Limettensaft abschmecken.

Dazu gab es bei uns ein paar geschmorte Tomaten. Die liebe ich ja immer und überall sehr und gestern hatten wir das Glück schon richtig tomatige Tomaten zu erwischen.

Ihr braucht:

200 g Tomaten (Unsere waren diesmal etwas zu groß zum ganz lassen. Wir haben sie also gestückelt. So wird das ganze soßiger, aber nicht weniger lecker)

4 EL Olivenöl

1 Prise Zucker

1 Prise grobes Salz

Und so geht`s:

  1. Öl in einem Topf erhitzen.
  2. Tomaten je nach Größe klein schneiden.
  3. Mit Zucker und Salz in den Topf geben.
  4. Deckel drauf und 5-10 Minuten brutzeln lassen.

tomatenundminzpesto

Überraschenderweise braucht Ihr für ein köstliches, frühlingshaftes Abendessen noch gekochte Nudeln. Die mit dem Pesto vermischen, Tomaten drauf und den nahenden Sommer schmecken.

Wir werden ab jetzt jedenfalls immer ein Gläschen Minzpesto im Kühlschrank haben.

 

Minzige Mixereien wünscht Euch,

Dani


Wohlfühlgemüse – scharfer Wirsing mit Vanille

vanillespitzkohl

Plötzlich klopft es an das neue Jahr! Mit kaltem Wind und ein bisschen Regen. Mit noch immer überfressenem Bauschspannen von Weihnachten. Mit netten Begegnungen mit Menschen, die zwischen den Jahren alle nach Hause strömen. Bei uns klopft mit dem neuen Jahr auch ein tatsächlich immer näher rückender Umzug an. Die Kisten sollten langsam gepackt werden. Die ersten Sachen durften in die neue Küche einziehen. Was wir über zwei Jahre geplant haben wird jetzt plötzlich wirklich. Die Badewanne ist auf einmal da. Und die Bank steht an der dafür vorgesehenen Wand. Lampen, die wir schon vor einigen Monaten gekauft haben, hängen am für sie vorgesehenen Platz. Spannend ist das. Und auch ein wenig überfordernd und verwirrend. Denn plötzlich ist so vieles neu. Während ich noch dabei bin vor Freude wegen Ding A völlig auszuflippen, es zu umkreisen, vorsichtig zu berühren, schleppt irgendwer schon Ding B an. Luxusprobleme… Ich weiß! Dennoch tut da ein bisschen Bodenständigkeit gut. Mit Wintergemüse zum Beispiel. Kohl also. Dieses Rezept, das wir von Freunden bekommen haben, gehört schon länger zum Winterrepertoire im Hause Minzzucker, weil es lecker ist und schnell gemacht und ganz nebenbei vielseitig kombinierbar.

rahmwirsing

Ihr braucht für eine Portion:

1 kleiner Wirsing oder Spitzkohl oder Weißkohl

1 Schalotte

1 EL Butter

1 Becher Sahne

1 Vanilleschote

1-2 Chilischoten

Salz, Pfeffer

Und so geht`s:

  1. Wirsing in schmale Streifen schneiden, Schalotte würfeln. Chili hacken. Vanilleschote auskratzen.
  2. Butter in einem Topf schmelzen und Vanillemark, -schote, Schalotte und Chili dazugeben und alles dünsten, bis die Schalotte glasig ist.
  3. Wirsing in den Topf geben und gut mit der Butter mischen.
  4. Mit Sahne aufgießen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.
  5. Abschmecken und Servieren.

wirsingchilivanille

Echtes Wohlfühlessen ist das! Wir mögen das Gemüse besonders gern zu Kartoffelbrei. Es schmeckt aber auch zu Reis oder als Nudelsoße superlecker und ist auch am nächsten Tag aufgewärmt noch richtig lecker.

Wohlfühlgerichte und viele Wohlfühlmomente wünsche ich Euch für das Jahr 2014!

Herzliche Grüße,

Dani

 


Cremig, süß, schokoladig – Weihnachtsdessert in extraschnell

spekulatiusamarena

Und schwupps ist das Jahr quasi vorbei und Weihnachten steht vor der Tür. Mich überrumpelt das ja irgendwie immer. Dieses Jahr ist Weihnachten aber besonders plötzlich und aus folgendem Grund viel zu schnell da. Ziel  2013: Umzug bis Weihnachten. Stand 23.12.2013: Kein Umzug. Statt dessen Chaos, Staub und Baustelle eben. Dafür haben wir uns den gestrigen Abend zum Anlass genommen, mal wieder zu kochen. Eine echte Seltenheit im Moment. Es gab also Steinpilzrisotto. Nein, es gab das weltbeste Steinpilzrisotto überhaupt und so, weil es so viel besser geschmeckt hat, als das ganze Fertigzeug, das wir im Moment meist in uns hinein stopfen. Und es gab Nachtisch. Wann wir das letzte Mal Nachtisch gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Es ist auf jeden Fall lang her. Geht superschnell dieses Dessert und macht sich sicher auch als Abschluss des Weihnachtsessens gut. Kann gut auch schon am Vortag zubereitet werden.

weihnachtsnachtisch

Zutaten (für 2 besonders ausgehungerte Menschen – sonst reicht es locker auch für 4-6 Personen)

2 Becher Sahnequark

1/2 Becher Sahne

1 kleines Glas Amarenakirschen

25 g Zartbitterschokolade

2 Prisen Zucker

5 Spekulatius

Und so geht`s:

  1. Ca. 20 Amarenakirschen in Stücke schneiden und die Zartbitterschokolade mit einem Sparschälter hobeln.
  2. Sahne steif schlagen.
  3. Quark mit Zucker verrühren.
  4. Sahne, Kirschen und Schokolade unterheben.
  5. In Gläser je eine dünne Schicht Spekulatius bröseln.
  6. Je ca. 1 TL Amarenasirup darüber träufeln.
  7. Mit Creme bedecken.
  8. Vorgang wiederholen, bis alle Zutaten verbraucht sind.
  9. Bis zum Verzehr kalt stellen.

amarenacreme

Herrlich, dieser Nachtisch. Nicht zu süß und nicht zu sahnig. Außerdem weihnachtlich, aber nicht zu viel.

Weihnachtlich – weil morgen ist es ja schon wieder so weit. Bei uns wird es wohl wie immer Sauerkraut, Schweinebauch und Würstchen zu Essen geben. Am ersten Weihnachtsfeiertag Ente mit Knödeln und Blaukraut. Als Vegetarierin ist Weihnachten ja nicht immer der kulinarische Höhepunkt des Jahres… Und in fremden Küchen sein eigenes Süppchen kochen, weil TK-Pizza oder Knödel und Kraut nicht festlich genug sind, gehört sich ja irgendwie auch nicht 😉 Aber es gibt ja Nachtisch!

Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, ruhige Stunden, auch gesellige Stunden, köstliche Schlemmereien und natürlich auch schöne Geschenke.

Herzliche Grüße,

Dani


Kleine Aufmerksamkeit – Schokofudge

fudge

Huiuiui, noch eine Woche, dann ist Weihnachten! Bei uns dagegen ist noch immer Baustelle. Wir haben noch nicht ein Geschenk im Haus, es gibt keinerlei Weihnachtsdeko (bis auf den Adventskranz auf der Biertischgarnitur im Keller) und ich habe tatsächlich kein einziges Plätzchen gebacken. Keins. Null. Eigentlich stehe ich vor Weihnachten gern wochenlang in der Küche. Ich mag es sehr klitzekleine Kekslein zu backen, zu dekorieren, zu stempeln,… Und auch selbstgemachte Geschenke aus der Küche lege ich gern unter den Weihnachtsbaum. Eine superschnelle Idee ist selbstgemachtes Schokofudge, aromatisiert mit einem Topping nach Wahl und somit ein Universalgeschenk. Denn wer bitte mag keine Schokolade? Das Rezept stammt aus einer lecker-Ausgabe und gelingt supereinfach.

schokofudge

Zutaten für ca. 50 Stück:

1 Dose gezuckerte Kondensmilch

200 g Zartbitterschokolade

100 g Vollmilchschokolade

Backpapier

Topping nach Wahl

Und so geht`s:

  1. Eine Form (ca. 15 x 15 cm) sorgfältig mit Backpapier auslegen. Solltet Ihr keine entsprechende Form haben, könnt Ihr auch aus mehreren Lagen Alufolie eine basteln.
  2. Kondensmilch erwärmen, Schokolade hacken und in der Kondensmilch schmelzen.
  3. Masse in die Form gießen und mit Topping nach Wahl bestreuen.
  4. Am besten über Nacht fest werden lassen und am nächsten Tag in kleine Würfel schneiden.

geschenkküchefudge

Als Topping eignet sich (fast) alles was Euch oder den Beschenkten gut schmeckt: Himbeergranulat, zerstoßene Kakao- oder Kaffeebohnen, gemahlener Zimt, etwas Fleur de Sel, Spekulatiusbrösel, Vanille,…

Zum Verpacken der kleinen Kalorienbomben schneide ich Rechtecke aus Butterbrotpapier. Die Enden fransig schneiden und je ein Teilchen in ein Papier wickeln. Schaut edel aus und ich wurde schon so manches Mal gefragt, wo ich den köstlichen Süßkram gekauft habe.

Legt Ihr selbstgemachtes aus Eurer Küche auf den Gabentisch?

Einen guten Weihnachtsendspurt wünscht Euch,

Dani


Freitagskuchen – Schokolade, Beeren, Nougat

schokobeerenmuffin

Ein Freitagskuchen – endlich! Küchlein eigentlich, weil eben kein Kuchen sondern Muffins. Aber lecker. Und mal wieder: Gut zum Mitnehmen, zum unterwegs und ohne Geschirr oder Besteck essen. Im Grunde ist dieses Rezept einfach ein Schokomuffin-Rezept. Aber irgendwie wollte ich doch ein bisschen mehr Pfiff und ein bisschen mehr Geschmack. Der Voratsschrank hat TK-Beeren hergegeben und Nougat. Das hat er gut gemacht, der Vorratsschrank! Eine herrliche Kombi hat das nämlich abgegeben.

schokomuffin

Zutaten für ca. 17 Muffins:

70 g Butter

200 g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 Ei

210 ml Milch

1 Tl Essig

300 g Mehl

2 TL Backpulver

1 TL Salz

80 g Kakaopulver

100 g Schokoladenstückchen

1 Handvoll gemischte TK-Beeren

75 g schnittfestes Nougat

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 170 °C vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
  2. Butter, Zucker, Vanillezucker und Ei miteinander verrühren.
  3. Essig und Milch mischen und unterrühren.
  4. In einem tiefer Teller das Mehl mit Backpulver, Salz, Kakao und Schokoladenstückchen mischen.
  5. Nougat in kleine Stücke schneiden. TK-Beeren in etwas Mehl wenden.
  6. Beides unter den Teig heben und diesen dann in die Formen verteilen.
  7. Die Muffins ca. 20 Minuten backen lassen und dann aufessen!

schokonougatmuffin

Wir fanden die echt ziemlich toll! Schokolade und Nougat hauen natürlich schon ein bisschen rein, aber die Beeren fangen das wunderbar wieder auf. Und superschnell gehen tun sie auch.

Schnelle Kuchenrezepte wünscht Euch,

Dani