Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Obst meets alte Plätzchen – Resteverwertung und eine Überfressens-Kasse

apfelhimbeercrumble

Beerig-fruchtig, süß, herz- und bauchwärmend und ganz nebenbei eine wunderbare Resteverwertung: Apfel-Himbeer-Crumble mit Plätzchenstreuseln. Ein Knaller auf unserer Nachtisch-Hitliste. Und damit melde ich mich zurück. Auch wenn einige Zeit ohne Blogbeitrag ins Land gezogen ist, wurde im Hause Minzzucker fleißig gekocht und gebacken. Es wurde aber auch viel gearbeitet, ein Garten geplant und ein ganz schön großer Keller gefliest. Und das Thema Resteverwertung ist wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt. Weniger Lebensmittel sollen weggeschmissen werden und die gute alte Strafkasse, die bei Überfressen zum Einsatz kommt wurde wieder eingeführt. Anlass war ein wirklich herzzerreißender Beitrag im Fernsehen, über hungernde Kinder an dessen Ende ich als heulendes Häufchen Elend auf dem Sofa saß. Schon vor Jahren haben Herr Minzzucker und ich eine Kasse eingeführt, in die bei Überfressen eine kleine Spende geworfen werden sollte. Das galt für uns und für unsere Gäste. Nachdem wir beide gern essen und auch ganz gern kein Ende finden, haben wir sehr oft „gespendet“ und auch unsere Gäste neigen bei uns schon Mal dazu, sich zu überfressen und zeigten sich zum Großteil ebenfalls als bereitwillige Zahler bei Überfressen. Am Ende des Jahres haben wir den Inhalt der Kasse dann jeweils einer Organisation gespendet, die gegen den Hunger kämpft. Wir waren erstaunt, wie viel Geld sich ansammelt, wenn man immer wieder ein paar Centbeträge in eine Spardose wirft.

applecrumble

 

Dieser Fruchtcrumble ist auch eine wunderbare Möglichkeit Essensverschwendung zu vermeiden. Altes, schrumpeliges Obst eignet sich wunderbar genauso wie übrige Kekse. In unserem Fall wurden die Streusel schon mehrmals mit übrigen Weihnachtsplätzchen gemacht. Die halten länger, als man denkt und geben den Streuseln ein ganz wunderbares Aroma. Dafür ist bei der Zubereitung ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Je nach verwendeter Kekssorte wird eine unterschiedliche Buttermenge benötigt. Und die Streusel sollten nicht von Anfang an mitgebacken werden, da sie sonst sehr dunkel werden.

Ihr braucht für 2 Personen:

2-3 alte Äpfel

1-2 Handvoll TK-Himbeeren

2 Handvoll alte Kekse

Butter

evtl. Zimt, Zucker, brauner Rum, Vanilleeis

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  2. Die Äpfel in Stücke schneiden und zusammen mit den Beeren in eine Auflaufform geben.
  3. Nach Belieben mit etwas Zucker, Zimt und Rum würzen.
  4. Ca. 25 Minuten im Ofen vorbacken.
  5. In der Zwischenzeit die Kekse zerbröseln und mit Butter zu einer Streuselmasse verkneten.
  6. Streusel auf das Obst geben und weitere 15-20 Minuten backen.
  7. Aus dem Ofen nehmen und nach Belieben mit einer Kugel Vanilleeis servieren.

restecrumble

Schnell gemacht und superlecker. Einer unserer Favoriten an kalten Winterabenden. Übrigens kann auch ziemlich harter und sehr alter Stollen für die Streusel verwendet werden. Und ich vermute, dass auch alter Kuchen geht.

Also ran an die alten Kekse und vielleicht habt Ihr ja auch Lust auf eine Überfressens-Kasse!

Herzliche Grüße,

Dani


Freitagskuchen – knusprig, fruchtig, herbstig

apfelkuchen

Gestern bin ich mit dem Fahrrad durch den ersten raschelnden Blätterhaufen gefahren. Herrlich! Bunte Raschelblätter gehören zu meinen liebsten Herbstdingen – ganz im Gegensatz zu Nebel, Aufstehen im Dunkeln, frühe Dunkelheit am Abend, graue Regensuppe am Himmel. Aber immerhin hat der Herbst in kulinarischer Hinsicht ein bisschen was zu bieten. Äpfel zum Beispiel. Natürlich gibt es die das ganze Jahr. Mir schmecken sie aber eigentlich nur im Herbst und Winter so richtig. Und auch dann mag ich sie ehrlichgesagt am allerliebsten als Kuchen.

Wie bei jedem Apfelkuchen, muss man auch bei diesem hier ein bisschen Schnibbelzeit einplanen. Aber davon abgesehen ist der Kuchen recht schnell gemacht. Der heutige Apfel-Streuselkuchen hat übrigens zwei kleine Geschmacksüberraschungen im Gepäck: Kräuter und Orangenmarmelade. Beides tut dem Kuchen wahnsinnig gut und macht aus einem einfachen Apfelkuchen einen echten Super-Herbst-Apfelkuchen. Das Rezept stammt übrigens aus der aktuellen „Sweet Dreams“ und wurde von mir nur minimal abgewandelt.

apfelthymiankuchen

Ihr braucht:

Für den Boden:

150 g Mehl

100 g Reismehl

50 g Zucker

150 g kalte Butter

1 Ei

Für den Belag und die Streusel:

100 g Mehl

50 g Reismehl

100 g Kokosraspel

50 g Zucker

50 g brauner Zucker

160 g kalte Butter

1 kg Äpfel

Mark von 1 Vanilleschote

je 1 TL Estragon und Thymian

150 g Orangenmarmelade

Und so geht`s:

  1. Mehl, Zucker und Butter zu Krümeln verreiben. Ei dazugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Im Kühlschrank ca. 1 Stunde kalt stellen.
  2. Teig auf Backpapier 25×35 cm groß ausrollen und mit Papier auf ein Blech geben. Einen Rand aus Alufolie daneben stellen. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  3. Aus Mehl, Kokosraspeln, Zucker und 150 g Butter feine Streusel kneten und kühl stellen.
  4. Äpfel schälen und klein würfeln.
  5. In 10 g Butter zusammen mit braunem Zucker und Vanillemark weich dünsten. Kräuter untermischen.
  6. Den Backofen nun auf 175 °C vorheizen.
  7. Marmelade auf den Boden streichen.
  8. Zuerst Äpfel, dann Streusel darauf geben.
  9. Kuchen ca. 45 Minuten backen.

apfelstreuselkuchen

Wer mag, kann den Kuchen nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestäuben. Ich mag das nicht – ich ersticke daran nämlich jedes Mal fast. Dass man beim Essen von Puderzucker möglichst nicht dauernd sprechen und einatmen sollte, ist eine Info, die mir zwar bekannt ist, aber durch konsequentes Ignorieren schon zu diversen rotgesichtigen, tränenüberstömten Hustenanfällen geführt hat.

Herbstliche Kuchenideen wünscht Euch,

Dani


Sommerlasagne – Tomaten, Mozzarella, Basilikum

tomatenlasagne

Einmal abstauben, bitte! – ja, es ist wieder lange nichts passiert hier. Aber neben der Arbeit (und da ist im Moment echt viel zu tun), haben uns die Restarbeiten am Haus fest im Griff. Oder eher die Nichterledigung der Restarbeiten, auch bekannt als das „Unzuverlässige-Handwerker-Phänomen“. Beispiele gefällig? Gartenplaner: 4 Monate später als angekündigt von uns gekündigt. Kellerbauer: 8 Wochen später als angekündigt, steht er unangekündigt Montag Früh vor der Tür. Ofenbauer: Nach 5 statt der angekündigten 2 Wochen soll er diesen Freitag antanzen. Es bleibt also spannend… Der Gipfel: Ein Bagger in unserem Garten. Am Freitagabend. Keine Ahnung, wem der gehört und warum. Boden und Kies aus unserem Garten, auf das Nachbargrundstück geschaufelt. Ganz nebenbei, den halben Kürbis weggefahren. Anruf bei der Nummer, die auf dem Bagger steht: „Hallo, ihr Bagger steht in unserem Garten.“ „Dazu kann ich nichts sagen, ich bin jetzt nicht vor Ort.“ „Wir haben aber keinen Bagger bestellt.“ Zwei Tage später. Montag, 7.00 Uhr morgens (=ganz gefährliche Uhrzeit, um mit mir zu diskutieren). Ich: „Guten Morgen.“ – Keine Reaktion. Ich: „Guten Morgen.“ – Keine Reaktion. Ich: „Guten Morgen.“ Keine Reaktion: Ich in Gedanken: „Hm, ob der arme Mann wohl taubstumm ist? Das ist schon blöd, wenn einen Leute ansprechen und man kann nicht zurücksprechen.“ Plötzlich der Mann: „Morgen.“ Ich (schon leicht angesäuert, da ein leichtes Verarschtgefühl in der Luft liegt): „Kommen Sie wegen dem Bagger?“ Baggerfahrer (pampig): “ Ja, sie wollen ja, dass wir denn hier wegfahren.“ Ich: „Na ja, der steht ja auch auf unserem Grundstück und außerdem hat die Dame am Telefon gesagt, dass sie heute eh mit dem Nachbarhaus anfangen.“ „Baggerfahrer (noch pampiger): „Machen wir doch nicht. Und deswegen kann ich jetzt hierherkommen und den wegfahren.“ Ich (ziemlich angesäuert): „Öhm, ich habe keinen Bagger irgendwo abgestellt und Erde und Kies einfach irgendwo rumgeschaufelt. Fahren sie jetzt bitte den Bagger weg und schaufeln sie unsere Sachen zurück. Und bitte passen sie auf das Gemüsebeet auf. Der halbe Kürbis ist schon weg.“ Baggerfahrer: „Mich würde ja bloß interessieren was sie mit dem Kies und der Erde wollen.“ Ich (stocksauer und sehr laut): „YX?!“ Leider muss diese Textpassage zensiert werden.

Wenigstens die Tomaten hat der Baggerfahrer nicht weggeschaufelt. Vielleicht mag er nämlich keine. Das wäre dann schon ein Wegschaufelargument.

Wir haben also Tomatenflut und so langsam wird es ein bisschen schwierig mit den Tomaten. Sie hängen uns meist zu den Ohren raus und sind in den letzten Wochen deshalb vor allem eingekocht worden, als Soße und Marmelade.

Die Tomatenlasagne darf aber immer noch auf den Tisch. Weil sie halt einfach lecker ist. Und mal ehrlich: Lasagne geht immer, macht zufrieden und entspannt bei angespannten Nerven.

tomaten

Ihr braucht für 2 hungrige Esser:

500 g Tomaten (große sind besser als kleine)

Lasagneplatten (wir mögen hier die grünen besonders)

1 Kugel Büffelmozzarella

1 Handvoll Parmesan

300 ml Milch

150 ml Weißwein

1 EL Butter

1-2EL Mehl

1/2 Stock Basilikum

Salz, Pfeffer, Muskat

Und so geht`s:

  1. Die Tomaten und den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.
  2. Basilikumblätter von den Stielen zupfen.
  3. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
  4. Parmesan reiben.
  5. Butter in einem Topf zerlassen und Mehl darin kurz anrösten.
  6. Milch und Wein unter Rühren nach und nach dazu geben.
  7. Soße ein wenig köcheln lassen.
  8. Parmesan einrühren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
  9. Eine Auflaufform dünn mit der Soße bestreichen.
  10. Mit Tomatenscheiben, Mozzarella und Basilikum belegen.
  11. Darauf Lasagneplatten legen.
  12. Lasagne weiterschichten, bis alle Zutaten verbraucht sind.
  13. Mit Soße, Tomaten und Käse abschließen.
  14. Im Ofen ungefähr 45 Minuten backen.

lasagnetomatemozzarella

Ein echtes Spätsommeressen! Schmeckt besonders in der Abendsonne (wenn`s sein muss, dann eben mit Jacke) und zusammen mit einem schönen Glas Weißwein.

Sonnige Spätsommerabende wünscht Euch,

Dani

 


Tomatenschwemme und die beste Tomatensoße der Welt

nudelnmitofentomaten

Gemüseüberfluss im Hause Minzzucker. Jeden Tag ziehe ich mir die Gummistiefel an und schlendere durch den Garten, der zwar noch immer aus Unkraut besteht, aber eben auch aus Gemüsepflanzen. Ein bisschen buddeln, ein bisschen zupfen, ein bisschen gießen und am Ende ein bisschen ernten. Hach, echter Luxus ist das. Und höchstbefriedigend! Die XL-Tomaten reifen gerade im Akkord. Da ist nix mit ein, zwei Tomätchen am Tag. Das sind einige echte Brocken, die geerntet werden wollen. Toll ist das, denn somit ist endlich wieder Zeit für unsere absolute Lieblingstomatensoße. Die braucht wenige Zutaten, dafür ein bisschen Zeit und vor allem gute und viele Tomaten. Also solche, die rot sind und reif und die nach Tomaten schmecken. So richtig. Die nicht nur einen Hauch Tomatenaroma am Gaumen hinterlassen. Die gibt es jetzt also. Bei uns im Garten. Wenn Ihr keine Tomaten aus Eigenanbau ergattern könnt: Auch die gekauften schmecken zur Zeit richtig gut!

ofentomaten

Das Geheimnis dieser Tomatensoße ist supereinfach: Schmeißt sie ein paar Stunden in den Ofen und lasst alles ordentlich durchbrutzeln. Fertig. Das war´s. Ehrlich. Klar, ein bisschen mehr als nur Tomaten muss schon mit rein. Aber abgesehen von der Zeit im Backofen, ist das sogar ein ganz schön schnelles Essen. Ideal also für Urlaubs- oder Wochenendtage, die dank Regenwetter auf der Couch verbracht werden.

geröstetetomaten

Ihr braucht für 2 Personen:

1,5 Kilo Tomaten

2 Schalotten

2 Knoblauchzehen

einige Zweige Thymian

1 TL braunen Zucker

einen guten Schuss Olivenöl

Salz

Pfeffer

250 g Nudeln

evtl. Basilikum und Parmesan zum Servieren

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  2. Schalotten und Knoblauch würfeln. Die Tomaten in grobe Stücke schneiden.
  3. Mit den restlichen Zutaten in einem tiefen Backblech mischen.
  4. Im Ofen 2-3 Stunden rösten. Dabei gelegentlich umrühren.
  5. Wenn alle Flüssigkeit verbrutzelt ist und die Tomaten immer wieder ein bisschen zusammenschieben.
  6. Nudeln kochen, evtl. Parmesan reiben und Basilikum rupfen.
  7. Nudeln und Tomatensoße mischen.

pastageröstetetomaten

Fruchtig, süß, tomatig, köstlich ist das. Das Blech hinterher sauber zu machen, ist weniger toll. Aber je länger die Soße im Ofen ist, kann es schon passieren, dass an den Rändern eine ordentliche schwarze Kruste entsteht. Einweichen hilft da… Und je länger die Tomaten brutzeln, desto besser schmeckt die Soße. Ein echtes Lieblingsgericht bei uns und das mit wenigen Zutaten und superleicht zu machen. Also ganz schnell Nachkochen!

Habt Ihr ein Lieblings-Tomatengericht? Angesichts der Tomatenschwemme bin ich für Tipps dankbar!

Tomatige Grüße,
Dani


Sommersuppe – ofengeröstete Tomaten

tomatensuppe

Wenn der Sommer ein bisschen auf Herbst macht, darf es zum Abendessen durchaus auch mal eine Suppe sein. Der größte Suppenkasper bin ich ehrlichgesagt nicht. Gelegentlich mag ich ein Süppchen aber trotzdem gern. Vor allem dann, wenn das Wetter grauselig ist. Und gestern war es zumindest mittelschlecht… Windig und ein bisschen frisch. Nix los ohne Jacke und das Mitten im Juni. Eine Tomatensuppe sollte es werden. Die Tomaten schmecken mittlweile ja schon recht annehmbar. Und ganz nebenbei sind Tomaten gerade ein recht wichtiges Thema im Hause Minzzucker. Der Grund: Im unserem ersten Jahr mit Garten, wollte ich unbedingt Gemüse anpflanzen. Im März habe ich deswegen Tomatensamen eingepflanzt. Viele Tomatensamen. Konnte ja keiner ahnen, dass quasi alle Samen aufgehen und Tomatenpflanzen werden. Am Ende hatten wir rund 70 Tomatenpflanzen. Die meisten wunderschön und im Haus ganz schön gewachsen. Die Hälfte haben wir verschenkt, die andere Hälfte steht nun in Töpfen an der Stelle, wo einmal unsere Terrasse sein soll. Mittlerweile haben die meisten angesetzt und wir laufen mehrmals am Tag ums Haus zu unseren Pflanzen, um nachzuschauen, ob sich was Neues getan hat. Wir wissen nämlich nicht, was da so wächst. Neben Ochsenherztomaten habe ich eine Mischung aus verschiedenen alten Tomatensorten gekauft. In verschiedenen Farben. Wir sind also höchstgespannt, was da so wachsen wird und wissen vor allem nicht, wann die Tomaten reif sind, weil wir ja nicht wissen, welche Sorte in welchem Topf wächst. Drei große grüne Exemplare hängen schon zwischen unzähligen Blüten und mehreren Minitomätchen. In Vorfreude auf eine mögliche größere Tomatenernte gab es also gestern Tomatensuppe. Angelehnt ist das Rezept an eine unserer liebsten Nudelsoßen. Für die werden Tomaten stundenlang im Ofen geröstet. Kann auch der Suppe nicht schaden, dachte ich. Und das Ergebnis war dann auch wirklich köstlich.

Tomate

Ihr braucht für 3 Personen

1,5 kg Tomaten

1 Schalotte

3 Knoblauchzehen

1 TL brauner Zucker

Salz

Pfeffer

4 EL Olivenöl

geräuchertes Paprikapulver

Wasser

evtl. Schmand und Brot zum Servieren

Und so geht`s:

  1. Backofen auf 210 °C vorheizen.
  2. Tomaten und Schalotten in grobe Stücke schneiden und Knoblauch schälen.
  3. Alles mit Öl, Salz, Pfeffer und Zucker auf ein Backblech geben und mit den Händen vermischen.
  4. Im Ofen ca. 1 Stunde rösten lassen.
  5. Tomaten in einen Topf geben. Blech mit Wasser ausspülen und die Flüssigkeit ebenfalls in den Topf geben.
  6. Alles pürieren und mit so viel Wasser auffüllen, bis die Suppe Eure Lieblingskonsistenz hat.
  7. Mit Salz, Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver abschmecken.
  8. Nochmal aufkochen lassen und evtl. mit einem Klecks Schmand und etwas Brot servieren.

rösttomatensuppe

Wir haben zum Aufgießen tatsächlich nur Wasser genommen. Eigentlich war ich davon ausgegangen, Gemüsebrühe zur Suppe zu geben. Das wäre aber wirklich völlig überflüssig gewesen. Die Suppe war herrlich tomatig, leicht süßlich, gar nicht bitter und hatte eine angenehme Röstaromennote. Ein tolles Gericht das abgesehen von der Röstzeit im Backofen wirklich im Handumdrehen gezaubert ist. Nachmachen dringend empfohlen!

Leckere Sommersuppen wünscht Euch,
Dani


Freitagskuchen – Mohn, Rhabarber und Erdbeeren

mohnkuchenmitrhabarber

Es gab keinen Rhabarber – den ganzen Frühling. Das ist leider kein Witz. Gähnende Rhabarberläde in sämtlichen Geschäften. Kirschen und Pfirsiche, die gibt es dafür zuverlässig immer und überall. Einen Rhabarbergarten gibt es leider (noch) nicht. Deshalb war die Freude groß, als ich heute zwei kleine halbverdörrte Stängelchen ergattern konnte. Einen ganzen Kuchen, rhabarbergefüllt, sauer und saftig, gab es nicht. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch und das Ergebnis war ziemlich frühlingsfrisch. Zum Rhabarber gestellten sich nämlich ganz schön viele Erdbeeren. Die Grundidee für das Rezept stammt übrigens aus einer „Lecker Bakery“ vom letzten Jahr.

rhabarbermohnkuchen

Zutaten für eine Springform (26 cm)

125 g weiche Butter

200 g Mehl

2 kleine Rhabarberstangen

500 g Erdbeeren

200 g Zucker

1 Prise Salz

2 Eier

1/2 Päckchen Backpulver

100 g Dampfmohn

4 EL Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

Und so geht`s:

  1. Die Springform fetten und mit Mehl ausstäuben. Backofen auf 175 °C vorheizen.
  2. Rhabarber schälen und in Scheiben schneiden. Erdbeeren vierteln.
  3. Butter, Zucker und Salz gut miteinander verrühren.
  4. Eier einzeln unterrühren.
  5. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit dem Mohn unterrühren. Teig in die Form geben und mit Rhabarber und einer handvoll Erdbeeren bestreuen.
  6. Kuchen in den Ofen schieben und ca. 50 Minuten backen.
  7. Kurz stehen lassen, dann aus der Form lösen und ganz abkühlen lassen.
  8. Marmelade erwärmen, restliche Erdbeeren dazu geben und einige Minuten köcheln lassen.
  9. Auf dem Kuchen verteilen.

erdbeerrhabarberkuchen

Schön matschig war das ganze. Ich liebe matschige Kuchen aber auch ganz besonders. Wer das nicht so mag, kann die Frucht-Marmeladen-Mischung natürlich einfach weglassen. Der Kuchen schmeckt ohne auch sehr gut und besser aussehen tut er ohne die Schicht sogar ganz sicher.

Matschige Mohnkuchen wünscht Euch,

Dani

 


Osterfrühstück – Muffins mit Bergkäse und Spiegelei

spiegeleimuffin

Ostertraditionen sind ganz schön unterschiedlich. Das macht es – wenn zwei unterschiedlich feiernde Familien aufeinandertreffen – erst Mal nicht allzu leicht ein Osterfest vorzubereiten, mit dem Alle zufrieden sind. Bei mir gab es Ostern seit ich denken kann ein ausgedehntes Frühstück, das nahtlos ins Kaffeetrinken überging. Unterbrochen lediglich von der Osternestsuche, bei der alle Altersstufen mit einem kleinen Geschenk bedacht wurden. Bei Herrn Minzzucker gab es zu Ostern schon immer ein warmes Mittagessen. Unterbrochen vom Werfen eines geweihten Ostereis über das Hausdach während des Läutens der Kirchenglocken am Mittag. Das soll vor Blitzschlag schützen. Der Osternachmittagskaffee gehörte auch hier natürlich dazu. Danach war aber Schluss. Bei mir zuhause gab es immer noch ein Abendessen. Jetzt wo wir endlich Platz haben, um beide Familien um einen Tisch zu versammeln wird Ostern also bei uns stattfinden. Es wird Frühstück geben, mit ein paar warmen Kleinigkeiten, außerdem das Ostereiwerfen und eine Osternestsuche, Kuchen und zum Abendessen die sicherlich vorhandenen Reste vom Frühstück. Kompliziert ist das durchaus ein wenig. Und dann meinen es alle gut und möchten etwas beisteuern. In den letzten Tagen gab es deshalb mehrfaches freundliches Ablehnen meinerseits. Immerhin habe ich frei und kann den ganzen Tag wilde Küchenorgien abhalten! Ein Muss für unser Osterfrühstück sind Muffins mit Spiegelei. Eigentlich kommt ja Bacon hinein. Herr Minzzucker macht das auch so. Ich habe festgestellt, dass sie stattdessen auch mit einer Scheibe Bergkäse ganz wunderbar schmecken.

muffinbacon

Ihr braucht pro Muffin:

1 Scheibe Toast

etwas Butter

1 Scheibe Bacon oder Bergkäse

1 nicht zu großes Ei

Salz

Pfeffer

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
  2. Vom Toast je nach Geschmack die Rinde entfernen und eine Seite buttern.
  3. Brot mit der Butterseite nach unten in eine Muffinform drücken.
  4. Eine Scheibe Bacon oder Käse hineinlegen.
  5. Ein Ei hineingleiten lassen.
  6. Muffin ca. 10 Minuten backen – je nachdem wie flüssig Ihr das Ei mögt.

frühstücksmuffin

Ein tolles Frühstück! Ich habe da nur ein keines Ei-Problem. Ich mag das Eigelb gern sehr flüssig. Das Eiweiß muss aber ganz fest sein, weil mich dieses Glibberzeug sonst echt anekelt. Bei Frühstückseiern esse ich deshalb immer nur das Eigelb. Das Eiweiß hat zuhause dann immer mein Papa gegessen. Eine Tradition die Herr Minzzucker glücklicherweise übernommen hat. Ein besonderer Glücksfall ist da übrigens mein Patenkind: Er liebt Ostereier. Nur der Flummi (=Eigelb) bleibt übrig. Ich erkläre mich immer sehr gern bereit, Verwerterin sämtlicher Flummis zu sein und bekomme an Ostern immer mal wieder ein kugelrundes Eigelb auf meinen Teller gelegt.

Gibt es in Euerer Familie eigentlich Ostertraditionen?

Ein oberleckeres Osterfrühstück wüscht Euch,

Dani