Archiv der Kategorie: Saisonal

Freitagskuchen – Apple Pie mit Amarettini

apfelkuchenmit amarettini

Regen, Nebel, kalt. Das wartet seit Tagen vor der Haustür. Ich mag das nicht. Immer ist man falsch angezogen und friert oder schwitzt wahlweise. Nasse Füße und Dauerfrösteln sind sowieso obereklig. Was hilft da besser, als sich mit einer kuschligen Wolldecke, einer dampfenden Tasse Kaffee und einem frisch gebackenen Stück Kuchen aufs Sofa zu verkrümeln? Mit diesem Kuchen könnt ihr ganz schnell das Schmuddelwetter draußen vergessen und den Wohlfühlmodus einlegen.

apfelamarettinikuchen

Ihr braucht für eine Tarte- oder Springform (24-26 cm Durchmesser):

Für den Teig;

200 g kalte Butter

150 g Zucker

1 Prise Salz

2 Eier

440 g Mehl

Für die Füllung:

ca. 12 große Äpfel

2 EL Butter

100 g brauner Zucker

2 TL Zimt

Saft von 1 Zitrone

150 g Amarettini

Außerdem:

1 Ei

1 EL Milch

1 EL brauner Zucker

Und so geht`s:

  1. Aus den Teigzutaten einen Teig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen.
  2. Während der Teig kühlt, die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden.
  3. Mit Zitronensaft beträufeln.
  4. Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Äpfel darin dünsten, bis sie ein wenig weich sind.
  5. Zuck und Zimt dazu geben und leicht abkühlen lassen.
  6. Die Amarettini grob zerbröseln und unter die Äpfel mischen.
  7. Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
  8. Eine Kuchenform mit ca. zwei Dritteln des Teigs auslegen und Äpfel einfüllen.
  9. Restlichen Teig ausrollen, in Streifen schneiden und als Gitter über die Äpfel legen.
  10. Ab den Rändern gut andrücken und evtl. überstehenden Teig abschneiden.
  11. Ei und Milch verrühren, auf den Kuchen streichen und mit dem Zucker bestreuen.
  12. Kuchen ca. 45 Minuten backen lassen.

gedeckterapfelkuchen

Ein wirklich traumhafter Apfelkuchen, der abgesehen von der Apfelschnibbelzeit recht schnell geht. Die Amarettini geben dem Kuchen einen herrlichen Geschmack. Wie bei den meisten Kuchen dieser Art gilt auch hier: Lauwarm schmeckt er ganz besonders gut. Und eine Kugel Vanilleeis schadet auch nicht.

Regenvergessenmachende Freitagskuchen wünscht Euch,

Dani


Freitagskuchen – knusprig, fruchtig, herbstig

apfelkuchen

Gestern bin ich mit dem Fahrrad durch den ersten raschelnden Blätterhaufen gefahren. Herrlich! Bunte Raschelblätter gehören zu meinen liebsten Herbstdingen – ganz im Gegensatz zu Nebel, Aufstehen im Dunkeln, frühe Dunkelheit am Abend, graue Regensuppe am Himmel. Aber immerhin hat der Herbst in kulinarischer Hinsicht ein bisschen was zu bieten. Äpfel zum Beispiel. Natürlich gibt es die das ganze Jahr. Mir schmecken sie aber eigentlich nur im Herbst und Winter so richtig. Und auch dann mag ich sie ehrlichgesagt am allerliebsten als Kuchen.

Wie bei jedem Apfelkuchen, muss man auch bei diesem hier ein bisschen Schnibbelzeit einplanen. Aber davon abgesehen ist der Kuchen recht schnell gemacht. Der heutige Apfel-Streuselkuchen hat übrigens zwei kleine Geschmacksüberraschungen im Gepäck: Kräuter und Orangenmarmelade. Beides tut dem Kuchen wahnsinnig gut und macht aus einem einfachen Apfelkuchen einen echten Super-Herbst-Apfelkuchen. Das Rezept stammt übrigens aus der aktuellen „Sweet Dreams“ und wurde von mir nur minimal abgewandelt.

apfelthymiankuchen

Ihr braucht:

Für den Boden:

150 g Mehl

100 g Reismehl

50 g Zucker

150 g kalte Butter

1 Ei

Für den Belag und die Streusel:

100 g Mehl

50 g Reismehl

100 g Kokosraspel

50 g Zucker

50 g brauner Zucker

160 g kalte Butter

1 kg Äpfel

Mark von 1 Vanilleschote

je 1 TL Estragon und Thymian

150 g Orangenmarmelade

Und so geht`s:

  1. Mehl, Zucker und Butter zu Krümeln verreiben. Ei dazugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Im Kühlschrank ca. 1 Stunde kalt stellen.
  2. Teig auf Backpapier 25×35 cm groß ausrollen und mit Papier auf ein Blech geben. Einen Rand aus Alufolie daneben stellen. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  3. Aus Mehl, Kokosraspeln, Zucker und 150 g Butter feine Streusel kneten und kühl stellen.
  4. Äpfel schälen und klein würfeln.
  5. In 10 g Butter zusammen mit braunem Zucker und Vanillemark weich dünsten. Kräuter untermischen.
  6. Den Backofen nun auf 175 °C vorheizen.
  7. Marmelade auf den Boden streichen.
  8. Zuerst Äpfel, dann Streusel darauf geben.
  9. Kuchen ca. 45 Minuten backen.

apfelstreuselkuchen

Wer mag, kann den Kuchen nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestäuben. Ich mag das nicht – ich ersticke daran nämlich jedes Mal fast. Dass man beim Essen von Puderzucker möglichst nicht dauernd sprechen und einatmen sollte, ist eine Info, die mir zwar bekannt ist, aber durch konsequentes Ignorieren schon zu diversen rotgesichtigen, tränenüberstömten Hustenanfällen geführt hat.

Herbstliche Kuchenideen wünscht Euch,

Dani


Sommerlasagne – Tomaten, Mozzarella, Basilikum

tomatenlasagne

Einmal abstauben, bitte! – ja, es ist wieder lange nichts passiert hier. Aber neben der Arbeit (und da ist im Moment echt viel zu tun), haben uns die Restarbeiten am Haus fest im Griff. Oder eher die Nichterledigung der Restarbeiten, auch bekannt als das „Unzuverlässige-Handwerker-Phänomen“. Beispiele gefällig? Gartenplaner: 4 Monate später als angekündigt von uns gekündigt. Kellerbauer: 8 Wochen später als angekündigt, steht er unangekündigt Montag Früh vor der Tür. Ofenbauer: Nach 5 statt der angekündigten 2 Wochen soll er diesen Freitag antanzen. Es bleibt also spannend… Der Gipfel: Ein Bagger in unserem Garten. Am Freitagabend. Keine Ahnung, wem der gehört und warum. Boden und Kies aus unserem Garten, auf das Nachbargrundstück geschaufelt. Ganz nebenbei, den halben Kürbis weggefahren. Anruf bei der Nummer, die auf dem Bagger steht: „Hallo, ihr Bagger steht in unserem Garten.“ „Dazu kann ich nichts sagen, ich bin jetzt nicht vor Ort.“ „Wir haben aber keinen Bagger bestellt.“ Zwei Tage später. Montag, 7.00 Uhr morgens (=ganz gefährliche Uhrzeit, um mit mir zu diskutieren). Ich: „Guten Morgen.“ – Keine Reaktion. Ich: „Guten Morgen.“ – Keine Reaktion. Ich: „Guten Morgen.“ Keine Reaktion: Ich in Gedanken: „Hm, ob der arme Mann wohl taubstumm ist? Das ist schon blöd, wenn einen Leute ansprechen und man kann nicht zurücksprechen.“ Plötzlich der Mann: „Morgen.“ Ich (schon leicht angesäuert, da ein leichtes Verarschtgefühl in der Luft liegt): „Kommen Sie wegen dem Bagger?“ Baggerfahrer (pampig): “ Ja, sie wollen ja, dass wir denn hier wegfahren.“ Ich: „Na ja, der steht ja auch auf unserem Grundstück und außerdem hat die Dame am Telefon gesagt, dass sie heute eh mit dem Nachbarhaus anfangen.“ „Baggerfahrer (noch pampiger): „Machen wir doch nicht. Und deswegen kann ich jetzt hierherkommen und den wegfahren.“ Ich (ziemlich angesäuert): „Öhm, ich habe keinen Bagger irgendwo abgestellt und Erde und Kies einfach irgendwo rumgeschaufelt. Fahren sie jetzt bitte den Bagger weg und schaufeln sie unsere Sachen zurück. Und bitte passen sie auf das Gemüsebeet auf. Der halbe Kürbis ist schon weg.“ Baggerfahrer: „Mich würde ja bloß interessieren was sie mit dem Kies und der Erde wollen.“ Ich (stocksauer und sehr laut): „YX?!“ Leider muss diese Textpassage zensiert werden.

Wenigstens die Tomaten hat der Baggerfahrer nicht weggeschaufelt. Vielleicht mag er nämlich keine. Das wäre dann schon ein Wegschaufelargument.

Wir haben also Tomatenflut und so langsam wird es ein bisschen schwierig mit den Tomaten. Sie hängen uns meist zu den Ohren raus und sind in den letzten Wochen deshalb vor allem eingekocht worden, als Soße und Marmelade.

Die Tomatenlasagne darf aber immer noch auf den Tisch. Weil sie halt einfach lecker ist. Und mal ehrlich: Lasagne geht immer, macht zufrieden und entspannt bei angespannten Nerven.

tomaten

Ihr braucht für 2 hungrige Esser:

500 g Tomaten (große sind besser als kleine)

Lasagneplatten (wir mögen hier die grünen besonders)

1 Kugel Büffelmozzarella

1 Handvoll Parmesan

300 ml Milch

150 ml Weißwein

1 EL Butter

1-2EL Mehl

1/2 Stock Basilikum

Salz, Pfeffer, Muskat

Und so geht`s:

  1. Die Tomaten und den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.
  2. Basilikumblätter von den Stielen zupfen.
  3. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
  4. Parmesan reiben.
  5. Butter in einem Topf zerlassen und Mehl darin kurz anrösten.
  6. Milch und Wein unter Rühren nach und nach dazu geben.
  7. Soße ein wenig köcheln lassen.
  8. Parmesan einrühren und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
  9. Eine Auflaufform dünn mit der Soße bestreichen.
  10. Mit Tomatenscheiben, Mozzarella und Basilikum belegen.
  11. Darauf Lasagneplatten legen.
  12. Lasagne weiterschichten, bis alle Zutaten verbraucht sind.
  13. Mit Soße, Tomaten und Käse abschließen.
  14. Im Ofen ungefähr 45 Minuten backen.

lasagnetomatemozzarella

Ein echtes Spätsommeressen! Schmeckt besonders in der Abendsonne (wenn`s sein muss, dann eben mit Jacke) und zusammen mit einem schönen Glas Weißwein.

Sonnige Spätsommerabende wünscht Euch,

Dani

 


Tomatenschwemme und die beste Tomatensoße der Welt

nudelnmitofentomaten

Gemüseüberfluss im Hause Minzzucker. Jeden Tag ziehe ich mir die Gummistiefel an und schlendere durch den Garten, der zwar noch immer aus Unkraut besteht, aber eben auch aus Gemüsepflanzen. Ein bisschen buddeln, ein bisschen zupfen, ein bisschen gießen und am Ende ein bisschen ernten. Hach, echter Luxus ist das. Und höchstbefriedigend! Die XL-Tomaten reifen gerade im Akkord. Da ist nix mit ein, zwei Tomätchen am Tag. Das sind einige echte Brocken, die geerntet werden wollen. Toll ist das, denn somit ist endlich wieder Zeit für unsere absolute Lieblingstomatensoße. Die braucht wenige Zutaten, dafür ein bisschen Zeit und vor allem gute und viele Tomaten. Also solche, die rot sind und reif und die nach Tomaten schmecken. So richtig. Die nicht nur einen Hauch Tomatenaroma am Gaumen hinterlassen. Die gibt es jetzt also. Bei uns im Garten. Wenn Ihr keine Tomaten aus Eigenanbau ergattern könnt: Auch die gekauften schmecken zur Zeit richtig gut!

ofentomaten

Das Geheimnis dieser Tomatensoße ist supereinfach: Schmeißt sie ein paar Stunden in den Ofen und lasst alles ordentlich durchbrutzeln. Fertig. Das war´s. Ehrlich. Klar, ein bisschen mehr als nur Tomaten muss schon mit rein. Aber abgesehen von der Zeit im Backofen, ist das sogar ein ganz schön schnelles Essen. Ideal also für Urlaubs- oder Wochenendtage, die dank Regenwetter auf der Couch verbracht werden.

geröstetetomaten

Ihr braucht für 2 Personen:

1,5 Kilo Tomaten

2 Schalotten

2 Knoblauchzehen

einige Zweige Thymian

1 TL braunen Zucker

einen guten Schuss Olivenöl

Salz

Pfeffer

250 g Nudeln

evtl. Basilikum und Parmesan zum Servieren

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  2. Schalotten und Knoblauch würfeln. Die Tomaten in grobe Stücke schneiden.
  3. Mit den restlichen Zutaten in einem tiefen Backblech mischen.
  4. Im Ofen 2-3 Stunden rösten. Dabei gelegentlich umrühren.
  5. Wenn alle Flüssigkeit verbrutzelt ist und die Tomaten immer wieder ein bisschen zusammenschieben.
  6. Nudeln kochen, evtl. Parmesan reiben und Basilikum rupfen.
  7. Nudeln und Tomatensoße mischen.

pastageröstetetomaten

Fruchtig, süß, tomatig, köstlich ist das. Das Blech hinterher sauber zu machen, ist weniger toll. Aber je länger die Soße im Ofen ist, kann es schon passieren, dass an den Rändern eine ordentliche schwarze Kruste entsteht. Einweichen hilft da… Und je länger die Tomaten brutzeln, desto besser schmeckt die Soße. Ein echtes Lieblingsgericht bei uns und das mit wenigen Zutaten und superleicht zu machen. Also ganz schnell Nachkochen!

Habt Ihr ein Lieblings-Tomatengericht? Angesichts der Tomatenschwemme bin ich für Tipps dankbar!

Tomatige Grüße,
Dani


Sonnentomaten – mit Mozzarella und trotzdem mal anders

tomatenthaibasilikum

Einmal abstauben, bitte! Puh, hier ist lange nix passiert. Die Arbeit hatte mich in den letzten Wochen ganz besonders fest im Griff. Einige große Veranstaltungen mussten vorbereitet und dann auch erlebt werden. Kochen und backen war da mal wieder auf ein ziemlich kleines Zeitlimit beschränkt. Immerhin gab es beim Zeltlager letzte Woche mehrere Gelegenheiten, das Thema Lagerfeuerküche mal wieder ausgiebig auszuprobieren. Fazit: Orangenkuchen in der Schale in der Glut gebacken schmeckt ganz wunderbar. Und: Ich habe nie besseren Jasminreis gegessen, als den aus dem Dutch Oven aus dem Feuer. Wieder daheim hat mich die Tomatenflut überrannt. Im Garten wuchern nicht nur viele, sondern auch riesige Tomaten. Das heißt: TT – täglich Tomaten.

riesentomaten

Zum Glück sind Tomaten ja unglaublich vielseitig. Nur roh kann ich ihnen eigentlich nicht allzu viel abgewinnen. Dieses Glibberzeug finde ich einfach total eklig. Gehen tut das nur in Verbindung mit viel Mozzarella und auch dann picke ich am liebsten den Käse raus und lasse die Tomaten liegen, in der Hoffnung, dass Herr Minzzucker sich erbarmt. Jetzt, mit den ersten höchstselbstgezogenen Tomaten ist das ein bisschen anders. Ich bilde mir wenigstens ein, dass sie viiiiiiiiel besser schmecken und der Glibberfaktor bedeutend geringer ist. Tomate-Mozzarella steht also öfter mal auf dem Tisch. Seit einem Restaurantbesuch vor einigen Wochen aber in einer Variante, die uns aktuell tausendmal besser schmeckt, als der Klassiker. Das Geheimnis: Joghurt, Limette und Thai-Basilikum.

tomate-mozzarella

Ihr braucht pro Person:

1 Handvoll Tomaten

1 kleiner Büffelmozzarella

1 EL Thai-Basilikum

3 EL Naturjoghurt (3,5 % Fett)

1 TL Limettenschale

etwas Zitronenöl

grobes Salz

frisch gemahlenen Pfeffer

Und so geht`s:

  1. Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden und auf einem Teller schön rumstapeln.
  2. Joghurt mit Limettenschale und einer Prise Salz mischen.
  3. Etwas Zitronenöl über die Tomaten und den Käse gießen.
  4. Joghurt darüber klecksen.
  5. Den Thai-Basilikum hacken oder zerrupfen und darüber streuen.
  6. Mit Salz und viel frischem Pfeffer bestreuen.
  7. Genießen, überrascht sein und Soße mit Brot auftunken nicht vergessen!

tomatemozzarellamalanders

Supereasy, klassisch, perfekt im Sommer und bei Tomatenüberschuss und ganz nebenbei echt Eindruck schindend. Eine so tolle und erfrischende Variante von Tomaten mit Mozzarella haben wir tatsächlich noch nie gegessen. Der Balsamico bleibt bei uns jetzt öfter im Schrank stehen…

Kreative Tomatenideen wünscht Euch,

Dani


Freitagskuchen – echt beerig!

beerenstreuselkuchen

Klein, rot, rund, sauer – Johannisbeeren sind herrliche kleine Früchtchen. Und endlich sind sie reif! Schon seit Wochen habe ich ganz schön Lust auf die Beeren, habe mich aber angesichts ganz schön hoher Preise für ein Minischälchen bisher zurückgehalten. Schließlich wachsen im elterlichen Garten eine ganze Menge Johannisbeeren. Jetzt war es so weit! Ein Anruf mit der Info, dass die Johannisbeeren reif sind, verbunden mit dem Angebot mir eine Schüssel bereits gepflückter Beeren vorbei zu bringen. Wer kann da schon Nein sagen? Der Mann wünschte sich einen Streuselkuchen. Die gehören eigentlich nicht wirklich zu meinen Lieblingen. Der war aber dank extra vieler Früchte aber wirklich gut und der Streuselkuchenliebhaber im Hause Minzzucker war völlig begeistert. Vor dem Johanisbeerenkuchen kommt aber (leider) das „abböbbeln“ – also das abzupfen der Beeren von den kleinen Zweigen. Glücklicherweise habe ich zwei Nachbarskinder, die immer neugierig angerannt kommen, wenn ich im Garten buddle oder mich mit irgendeiner Schüssel bewaffnet vor das Haus setze, um Erdbeeren zu schneiden oder eben Johannisbeeren zu zupfen. Verbunden mit der Info, dass sie daheim niiiiiieeeee helfen würden kommt dann die Frage, ob sie mitmachen dürfen. Dürfen sie natürlich. Und so waren die Beeren schnell abgeböbbelt und der Rest des Kuchens geht dann wirklich ratzfatz.

johannisbeerkuchen

Ihr braucht für ein Backblech:

1300 g Johannisbeeren

125 g Himbeeren

325 g weiche Butter

600 g Mehl

75 g gemahlene Mandeln

1 TL gemahlene Vanille

100 g brauner Zucker

150 g weißer Zucker

1 Prise Salz

1 Ei

250 g Fruchtaufstrich (ich habe die offenen Gläser im Kühlschrank leergemacht: Apfel-Birne und Erdbeere-Orange)

johannisbeere

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Beeren waschen. Das Backblech einfetten und mit Mehl ausstäuben.
  2. Mehl, Butter, Mandeln, Vanille, beide Zuckersorten, Salz und Ei in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem Streuseltetig verkneten.
  3. Zwei Drittel des Teiges auf das Blech geben und als Boden andrücken.
  4. Fruchtaufstriche auf dem Teig verstreichen und Beeren darauf geben.
  5. Restlichen Streuselteig über die Früchte krümeln.
  6. Auf der untersten Schiene im Ofen ca. 50 Minuten backen.
  7. Lauwarm (besonders lecker) oder abgekühlt am besten im Sonnenschein essen.

streuselkuchen

Säuerlich, saftig und dank der Streusel doch knusprig ist dieser Kuchen. Ein Klecks steif geschlagene Sahne steht ihm selbstverständlich besonders gut! Und natürlich nicht nur eine Idee für frische Beeren, sondern auch ein idealer Reste-Obst-Kuchen, wenn es in der heimischen Obstschale mal wieder runzelt.

Beerige Sommerkuchen wünscht Euch,

Dani


Sommersuppe – ofengeröstete Tomaten

tomatensuppe

Wenn der Sommer ein bisschen auf Herbst macht, darf es zum Abendessen durchaus auch mal eine Suppe sein. Der größte Suppenkasper bin ich ehrlichgesagt nicht. Gelegentlich mag ich ein Süppchen aber trotzdem gern. Vor allem dann, wenn das Wetter grauselig ist. Und gestern war es zumindest mittelschlecht… Windig und ein bisschen frisch. Nix los ohne Jacke und das Mitten im Juni. Eine Tomatensuppe sollte es werden. Die Tomaten schmecken mittlweile ja schon recht annehmbar. Und ganz nebenbei sind Tomaten gerade ein recht wichtiges Thema im Hause Minzzucker. Der Grund: Im unserem ersten Jahr mit Garten, wollte ich unbedingt Gemüse anpflanzen. Im März habe ich deswegen Tomatensamen eingepflanzt. Viele Tomatensamen. Konnte ja keiner ahnen, dass quasi alle Samen aufgehen und Tomatenpflanzen werden. Am Ende hatten wir rund 70 Tomatenpflanzen. Die meisten wunderschön und im Haus ganz schön gewachsen. Die Hälfte haben wir verschenkt, die andere Hälfte steht nun in Töpfen an der Stelle, wo einmal unsere Terrasse sein soll. Mittlerweile haben die meisten angesetzt und wir laufen mehrmals am Tag ums Haus zu unseren Pflanzen, um nachzuschauen, ob sich was Neues getan hat. Wir wissen nämlich nicht, was da so wächst. Neben Ochsenherztomaten habe ich eine Mischung aus verschiedenen alten Tomatensorten gekauft. In verschiedenen Farben. Wir sind also höchstgespannt, was da so wachsen wird und wissen vor allem nicht, wann die Tomaten reif sind, weil wir ja nicht wissen, welche Sorte in welchem Topf wächst. Drei große grüne Exemplare hängen schon zwischen unzähligen Blüten und mehreren Minitomätchen. In Vorfreude auf eine mögliche größere Tomatenernte gab es also gestern Tomatensuppe. Angelehnt ist das Rezept an eine unserer liebsten Nudelsoßen. Für die werden Tomaten stundenlang im Ofen geröstet. Kann auch der Suppe nicht schaden, dachte ich. Und das Ergebnis war dann auch wirklich köstlich.

Tomate

Ihr braucht für 3 Personen

1,5 kg Tomaten

1 Schalotte

3 Knoblauchzehen

1 TL brauner Zucker

Salz

Pfeffer

4 EL Olivenöl

geräuchertes Paprikapulver

Wasser

evtl. Schmand und Brot zum Servieren

Und so geht`s:

  1. Backofen auf 210 °C vorheizen.
  2. Tomaten und Schalotten in grobe Stücke schneiden und Knoblauch schälen.
  3. Alles mit Öl, Salz, Pfeffer und Zucker auf ein Backblech geben und mit den Händen vermischen.
  4. Im Ofen ca. 1 Stunde rösten lassen.
  5. Tomaten in einen Topf geben. Blech mit Wasser ausspülen und die Flüssigkeit ebenfalls in den Topf geben.
  6. Alles pürieren und mit so viel Wasser auffüllen, bis die Suppe Eure Lieblingskonsistenz hat.
  7. Mit Salz, Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver abschmecken.
  8. Nochmal aufkochen lassen und evtl. mit einem Klecks Schmand und etwas Brot servieren.

rösttomatensuppe

Wir haben zum Aufgießen tatsächlich nur Wasser genommen. Eigentlich war ich davon ausgegangen, Gemüsebrühe zur Suppe zu geben. Das wäre aber wirklich völlig überflüssig gewesen. Die Suppe war herrlich tomatig, leicht süßlich, gar nicht bitter und hatte eine angenehme Röstaromennote. Ein tolles Gericht das abgesehen von der Röstzeit im Backofen wirklich im Handumdrehen gezaubert ist. Nachmachen dringend empfohlen!

Leckere Sommersuppen wünscht Euch,
Dani