Archiv der Kategorie: Dessert

Obst meets alte Plätzchen – Resteverwertung und eine Überfressens-Kasse

apfelhimbeercrumble

Beerig-fruchtig, süß, herz- und bauchwärmend und ganz nebenbei eine wunderbare Resteverwertung: Apfel-Himbeer-Crumble mit Plätzchenstreuseln. Ein Knaller auf unserer Nachtisch-Hitliste. Und damit melde ich mich zurück. Auch wenn einige Zeit ohne Blogbeitrag ins Land gezogen ist, wurde im Hause Minzzucker fleißig gekocht und gebacken. Es wurde aber auch viel gearbeitet, ein Garten geplant und ein ganz schön großer Keller gefliest. Und das Thema Resteverwertung ist wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt. Weniger Lebensmittel sollen weggeschmissen werden und die gute alte Strafkasse, die bei Überfressen zum Einsatz kommt wurde wieder eingeführt. Anlass war ein wirklich herzzerreißender Beitrag im Fernsehen, über hungernde Kinder an dessen Ende ich als heulendes Häufchen Elend auf dem Sofa saß. Schon vor Jahren haben Herr Minzzucker und ich eine Kasse eingeführt, in die bei Überfressen eine kleine Spende geworfen werden sollte. Das galt für uns und für unsere Gäste. Nachdem wir beide gern essen und auch ganz gern kein Ende finden, haben wir sehr oft „gespendet“ und auch unsere Gäste neigen bei uns schon Mal dazu, sich zu überfressen und zeigten sich zum Großteil ebenfalls als bereitwillige Zahler bei Überfressen. Am Ende des Jahres haben wir den Inhalt der Kasse dann jeweils einer Organisation gespendet, die gegen den Hunger kämpft. Wir waren erstaunt, wie viel Geld sich ansammelt, wenn man immer wieder ein paar Centbeträge in eine Spardose wirft.

applecrumble

 

Dieser Fruchtcrumble ist auch eine wunderbare Möglichkeit Essensverschwendung zu vermeiden. Altes, schrumpeliges Obst eignet sich wunderbar genauso wie übrige Kekse. In unserem Fall wurden die Streusel schon mehrmals mit übrigen Weihnachtsplätzchen gemacht. Die halten länger, als man denkt und geben den Streuseln ein ganz wunderbares Aroma. Dafür ist bei der Zubereitung ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Je nach verwendeter Kekssorte wird eine unterschiedliche Buttermenge benötigt. Und die Streusel sollten nicht von Anfang an mitgebacken werden, da sie sonst sehr dunkel werden.

Ihr braucht für 2 Personen:

2-3 alte Äpfel

1-2 Handvoll TK-Himbeeren

2 Handvoll alte Kekse

Butter

evtl. Zimt, Zucker, brauner Rum, Vanilleeis

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  2. Die Äpfel in Stücke schneiden und zusammen mit den Beeren in eine Auflaufform geben.
  3. Nach Belieben mit etwas Zucker, Zimt und Rum würzen.
  4. Ca. 25 Minuten im Ofen vorbacken.
  5. In der Zwischenzeit die Kekse zerbröseln und mit Butter zu einer Streuselmasse verkneten.
  6. Streusel auf das Obst geben und weitere 15-20 Minuten backen.
  7. Aus dem Ofen nehmen und nach Belieben mit einer Kugel Vanilleeis servieren.

restecrumble

Schnell gemacht und superlecker. Einer unserer Favoriten an kalten Winterabenden. Übrigens kann auch ziemlich harter und sehr alter Stollen für die Streusel verwendet werden. Und ich vermute, dass auch alter Kuchen geht.

Also ran an die alten Kekse und vielleicht habt Ihr ja auch Lust auf eine Überfressens-Kasse!

Herzliche Grüße,

Dani

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Sommerfrisches Zitronendessert – Zitronenmascarpone

Zitronencreme

Es gibt Rezepte die sind so einfach, dass es fast unglaublich ist wie lecker das dabei entstehende Gericht ist. Dieser Nachtisch gehört ganz weit vorn in diese Kategorie. Schon seit Jahren machen wir bei anstehendem Besuch immer wieder dieses Dessert. Es schmeckt nicht nur supergut, sondern ist auch ruckzuck gemacht. Und weil der Sommer gerade eine Pause macht, passt es wunderbar als Unterstützung beim Träumen von den im Moment hinter dicken Wolken versteckten Sonnenstrahlen.

zitronenmascarpone

Ihr braucht für 4 Personen:

3 unbehandelte Zitronen

3 EL brauner Zucker

3 Eigelbe

500 g Mascarpone

Und so geht`s:

  1. Von zwei Zitronen mit dem Zestenreißer Zesten reiben.
  2. Eine Zitrone auspressen.
  3. Zwei Zitronen filetieren und die Filets in kleine Stücke schneiden.
  4. Eigelbe mit Zucker schaumig rühren.
  5. Mascarpone in mehreren Portionen sorgfältig unterrühren.
  6. Die Hälfte der Zesten, den Saft und die Filets unterrühren.
  7. Masse in vier Gläser füllen, mit den restlichen Zesten bestreuen und bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

zitronennachtisch

Ein echt erfrischender Nachtisch. Schmeckt übrigens auch mit ein paar kleingehackten Minzblättern oder mit Orangen statt Zitronen. Das übrige Eiweiß kann zum Beispiel für Macarons gut verwendet werden. So muss nix in den Müll.

Sonnige Nachtischideen wünscht Euch,

Dani


Freitagskuchen am Dienstag- Fruchtig gegen die Hitze

erdbeerpavlova

Sommer! Endlich! Abends stundenlang draußen sitzen, schwimmen gehen, barfuß durchs Gras laufen, morgens ohne Jacke aus dem Haus. Herrlich! Nur Kuchen schmeckt sogar mir nicht wirklich, wenn es draußen richtig warm ist. Und eigentlich war es die letzten Tage nicht warm, sondern unfassbar heiß. Was Süßes musste trotzdem her. Und weil wir Urlaub haben ist quasi jeder Tag ein Freitagskuchentag. Pavlova wollt ich schon lange ausprobieren. Dank einiger übriger Eiweiß war die Entscheidung also schnell getroffen. Ergebnis: Geht schnell, ersetzt Kuchen perfekt und ist dank vieler Früchte ein superfrischer Nachmittagsversüßer.

beerenpavolva

Ihr braucht für eine Pavlova mit ca. 20 cm Durchmesser:

4 Eiweiß

150 brauner Zucker

1/2 EL Speisestärke

1 TL Zitronensaft

1/2 TL gemahlene Vanille

1 TL Himbeerpulver

1 Becher Sahne

1 EL Puderzucker

1 Schälchen Physalis

1 Schälchen Himbeeren

300 g Erdbeeren

1 Schuss Orangenlikör

Und so geht`s:

  1. Backofen auf 130 °C vorheizen.
  2. Eiweiß steif schlagen. Dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen.
  3. Vanille und Himbeerpulver einrühren.
  4. Zitronensaft darüber träufeln und Speisestärke darauf sieben. Beiden unterheben.
  5. Eischnee in einem ca. 20 cm großen Kreis auf das Backpapier streichen. Dabei in der Mitte eine kleine Vertiefung eindrücken.
  6. In den Backofen schieben und ca. eine Stunde hell trocknen lassen.
  7. Den Backofen ausschalten, Tür öffnen und Baiser im Ofen auskühlen lassen.
  8. In der Zwischenzeit Früchte waschen und Erdbeeren und Physalis in Stücke schneiden.
  9. Puderzucker karamellisieren, Physalis und die Hälfte der Erdbeeren kurz darin schwenken und mit Orangenlikör ablöschen.
  10. Anschließend durch ein Sieb abgießen und die Flüssigkeit in einem kleinen Topf sirupartig einreduzieren.
  11. Sahne steif schlagen und auf dem Baiser verstreichen.
  12. Karamellisierte Früchte, Sirup, rohe Erdbeeren und Himbeeren darauf verteilen.
  13. Ganz schnell aufessen!

pavlovamiterdbeeren

Herrlich fruchtig war das! Erfrischend und doch süß, aber dank der vielen Beeren doch nicht zu süß. Gebrochen ist der Eischnee übrigens, weil ich nicht sicher war, ob er schon fertig ist. Also mal schnell mit den Fingern hingedrückt und schwupps ist er gebrochen und wurde für fertig erklärt. Dem Geschmack hat das natürlich nicht geschadet, nur ganz so schön haben die Risse nicht ausgesehen.

Kühlende Kuchenideen wünscht Euch,

Dani


Cremig, süß, schokoladig – Weihnachtsdessert in extraschnell

spekulatiusamarena

Und schwupps ist das Jahr quasi vorbei und Weihnachten steht vor der Tür. Mich überrumpelt das ja irgendwie immer. Dieses Jahr ist Weihnachten aber besonders plötzlich und aus folgendem Grund viel zu schnell da. Ziel  2013: Umzug bis Weihnachten. Stand 23.12.2013: Kein Umzug. Statt dessen Chaos, Staub und Baustelle eben. Dafür haben wir uns den gestrigen Abend zum Anlass genommen, mal wieder zu kochen. Eine echte Seltenheit im Moment. Es gab also Steinpilzrisotto. Nein, es gab das weltbeste Steinpilzrisotto überhaupt und so, weil es so viel besser geschmeckt hat, als das ganze Fertigzeug, das wir im Moment meist in uns hinein stopfen. Und es gab Nachtisch. Wann wir das letzte Mal Nachtisch gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Es ist auf jeden Fall lang her. Geht superschnell dieses Dessert und macht sich sicher auch als Abschluss des Weihnachtsessens gut. Kann gut auch schon am Vortag zubereitet werden.

weihnachtsnachtisch

Zutaten (für 2 besonders ausgehungerte Menschen – sonst reicht es locker auch für 4-6 Personen)

2 Becher Sahnequark

1/2 Becher Sahne

1 kleines Glas Amarenakirschen

25 g Zartbitterschokolade

2 Prisen Zucker

5 Spekulatius

Und so geht`s:

  1. Ca. 20 Amarenakirschen in Stücke schneiden und die Zartbitterschokolade mit einem Sparschälter hobeln.
  2. Sahne steif schlagen.
  3. Quark mit Zucker verrühren.
  4. Sahne, Kirschen und Schokolade unterheben.
  5. In Gläser je eine dünne Schicht Spekulatius bröseln.
  6. Je ca. 1 TL Amarenasirup darüber träufeln.
  7. Mit Creme bedecken.
  8. Vorgang wiederholen, bis alle Zutaten verbraucht sind.
  9. Bis zum Verzehr kalt stellen.

amarenacreme

Herrlich, dieser Nachtisch. Nicht zu süß und nicht zu sahnig. Außerdem weihnachtlich, aber nicht zu viel.

Weihnachtlich – weil morgen ist es ja schon wieder so weit. Bei uns wird es wohl wie immer Sauerkraut, Schweinebauch und Würstchen zu Essen geben. Am ersten Weihnachtsfeiertag Ente mit Knödeln und Blaukraut. Als Vegetarierin ist Weihnachten ja nicht immer der kulinarische Höhepunkt des Jahres… Und in fremden Küchen sein eigenes Süppchen kochen, weil TK-Pizza oder Knödel und Kraut nicht festlich genug sind, gehört sich ja irgendwie auch nicht 😉 Aber es gibt ja Nachtisch!

Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, ruhige Stunden, auch gesellige Stunden, köstliche Schlemmereien und natürlich auch schöne Geschenke.

Herzliche Grüße,

Dani


Freitagskuchen – geht auch als Dessert

weißetrüffelkarte

Wenn man das Rezept liest, ist eigentlich klar, dass dieser Kuchen nicht nur ein paar Stunden in den Kühlschrank muss, sondern wirklich über Nacht. Aber was soll man denn machen, wenn man den Freitagskuchen wirklich am Freitag in den Ofen schiebt und Herr und Frau Minzzucker am frühen Freitagnachmittag abwechselnd im Fünf-Minuten-Takt mit erwartungsvollem Blick die Kühlschranktür öffen? Bis die wirklich wahnsinnig leckere Trüffelcreme fest ist, dauert es eben ziemlich viele lange Stunden. Deshalb backt diesen Kuchen doch einfach am Vortag. Wenn Ihr ihn am Backtag essen wollt: Er lässt sich nicht so schön schneiden, weil die oberste Schicht eben noch zu cremig ist (siehe Foto). Dem Geschmack tut das aber nix.

Der Mann kam kürzlich strahlend mit etwas Crème double nach Hause. Das gibt es nämlich bei uns nicht. Ehrlich. Auf Nachfrage im Supermarkt hat uns mal eine Verkäuferin völlig entgeistert angeschaut und dann erklärt, dass die Kunden so fette Produkte nicht haben wollten und derartiges deshalb bei ihnen nicht mehr im Sortiment sei. Wir sind uns ein bisschen vorgekommen als hätten wir gefragt in welchem Regal denn das Cannabis zu finden sei. Jedenfalls – zurück zum Kuchen: Ein strahlender Mann mit einem Becher Crème double, der mit leuchtenden Augen fragt, ob denn der Freitagskuchen diese Woche nicht diese Himbeertarte sein könnte, mit der Trüffelcrème oben drauf. Doch, kann natürlich. Das Rezept stammt aus „Anniks göttliche Kuchen“. Ein Backbuch, das ich eigentlich recht gern mag.

himbeertrüffeltarte

Zutaten für eine Springform (26 cm):

Für den Teig:

100 g Butter

70 g Puderzucker

1 Prise Salz

1 Ei

200 g Mehl

2 EL geschälte, gemahlene Mandeln

Für die Himbeerfüllung:

300 g TK-Himbeeren

70 g Zucker

1 TL Zitronensaft

1 Prise Salz

2 EL Speisestärke

Für die Creme:

150 g Crème double

70 g Butter

300 g weiße Schokolade

Und so geht`s:

  1. Kalte Butter, Zucker und Salz schlagen. Dann das Ei unterrühren. Amschließend mit Mehl und Mandeln zu einem Mürbeteig verarbeiten.
  2. Den Teig ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Anschließend Boden und Rand der Form damit auskleiden. Achtung: Rand nicht zu hoch ziehen, da das eine flache Tarte wird.
  3. Springform ca. 30 Minuten in den Gefrierschrank stellen.
  4. In der Zwischenzeit den Backofen auf 195 °C vorheizen und die Himbeeren zum Auftauen in ein Sieb geben.
  5. Mürbeteig mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten belegen und ca. 18 Minuten blind backen.
  6. Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und den Boden weitere ca. 4 Minuten backen.
  7. Die Himbeeren mit 100 ml Wasser, sowie den restlichen Zutaten der Himbeerfüllung verrühren. Aufkochen und leicht köchelnd andicken lassen. Füllung auf dem Boden verteilen und ca eine halbe Stunde abkühlen lassen.
  8. Schokolade in grobe Stücke hacken und in eine Schüssel geben.
  9. Crème double und Butter aufkochen lassen und über die Schokolade gießen.
  10. So lange rühren, bis eine cremige Masse entsteht.
  11. Die Trüffelcreme kurz abkühlen lassen und anschließend über den Himbeeren verteilen.
  12. Tarte bis zum Anschneiden (und am besten über Nacht) kalt stellen.

himbeertarte

Als der Kuchen fertig war, ist mir unser Rosmarinstock ins Auge gefallen . Und dann ist mir dieses köstlichste Himbeer-Rosmarin-Eis eingefallen, das ich letztes Jahr in der Toskana gegessen habe. Ich glaube deshalb, dass sich ein in der Himbeerfüllung mitgekochtes Rosmarinzweiglein sehr gut machen würde. Beim nächsten Mal dann. Diese Tarte gibt es – trotz der böööösen Crème double – nämlich immer wieder bei uns. Und ganz nebenbei: Ein leichtes Küchlein ist das natürlich nicht. Eher eine Praline im Mürbeteigbett. Geht deshalb auch als Nachtisch gut. Aber lieber nach einem leichteren Menü.

Trüffelige Tartes wünscht Euch,

Dani


Lieblings-Grilldessert: Pfirsich mit Honig und Rosmarin

gegrillterpfirsich

Gutes kann so einfach sein. Zwischen Sößchen und Schäumchen schmecken oft die banalsten Dinge am besten. Gute Zutaten und wenig Aufwand. Heraus kommt dann oft ein begehrtes Lieblingsessen. So ist das auch mit unserem liebsten Grillnachtisch. Schneller und einfacher geht eigentlich nicht. Für uns gibt es dennoch keinen besseren Abschluss eines Grillabends.

pfirsich

Wichtig sind für diesen Nachtisch zwei Dinge: Gute Zutaten (das ist hier weder schwer zu besorgen noch teuer) und ein wenig Geduld. Nur mit aromatischen, wirklich reifen Früchten entfalten die Grillpfirsiche auf dem Rost dieses herrliche Aroma und – ganz wichtig – bilden diese herrliche Soße, die den Nachtisch erst so gut macht, wie er ist.

rosmarinpfirsich

Ihr braucht für 2 Personen:

1 reifer Pfirsich

1-2 TL Honig

1 Zweig Rosmarin

2 Kugeln Vanilleeis

Alufolie

evtl. Orangenlikör

Und so geht`s:

  1. Den Pfirsich halbieren und den Kern herauslösen.
  2. Eine Pfirsichhälfte auf ein Stück Alufolie legen und das „Kernloch“ mit Honig füllen.
  3. Rosmarinzweig auf den Honig legen.
  4. Zweite Pfirsichhälfte darauf legen, so dass wieder ein ganzer Pfirsich entsteht.
  5. In Alufolie wickeln und auf den Grill legen.
  6. Je nach Reife der Frucht ca. 25 – 45 Minuten grillen.
  7. Den Pfirsich aus der Folie wickeln. Am besten macht ihr das in einer kleinen Schüssel, damit ja kein Tropfen von der köstlichen Soße verloren geht.
  8. Auf zwei Teller je einen Pfirsich geben, mit der Soße beträufeln (und nach Geschmack auch mit Orangenlikör), eine Kugel Vanilleeis dazu geben und ganz schnell aufessen.

grillpfirsich

Ich finde den Orangenlikör ja eher überflüssig. Herr Minzzucker dagegen findet ihn ein absolutes Muss. Geschmackssache also, wie immer! Schwierigen Essern, die Kräuter im Nachtisch schlimm finden, einfach erst nach dem Essen verraten, dass Rosmarin den tollen Geschmack ausmacht. So habe ich das mit meiner Familie gemacht. Hätte ich gesagt, dass es Pfirsich mit Rosmarin zum Nachtisch gibt, hätten sicher alle nur das Vanilleeis gegessen. Nachdem es allen geschmeckt hat, habe ich verraten, dass Rosmarin im Spiel war und seitdem kann ich ganz offiziell Rosmarin mit Süßem kombinieren.

Genussreiche Grillabende wünscht Euch,

Dani


Herbe Früchtchen – alte Plätzchen fürs Dessert

mascarponedessert

Es ist mal wieder so weit: Weihnachten ist längst Geschichte, der Weihnachtsbaum abdekoriert, die Vorfreude auf den Frühling steigt. Nur ein paar verwaiste Plätzchen fristen in den sternen- und schneeflockenverzierten Blechdosen ein trauriges Dasein. Essen mag die kleinen Kekse niemand mehr und zum Wegwerfen sind sie natürlich zu lecker und mit viel zu viel Liebe gebacken. Und die Kinder in Afrika… Der Moralapostel in mir, sobald Nahrungsmittel im Müll landen ist auch 2013 nicht kleiner geworden. Und so beginnt sie also, die alljährliche Phase der Plätzchendesserts und -kuchen. Einfach mal nicht zu viele Kekse zu backen schaffe ich nämlich leider auch nicht.

orangenmascarpone

Anlass für dieses extraschnelle und wirklich leckere Dessert waren übrige Ingwer-Limetten-Plätzchen (https://minzzucker.wordpress.com/2012/11/23/ingwer-und-limette-weihnachten-die-erste/)

Weil ich gerade wenig Lust auf Weihnachtsgewürze habe, kamen mir die leicht herben Kekse gerade recht. Auch die anderen Zutaten habe ich einfach aus dem Vorrat im Kühlschrank ausgewählt und vor allem die Milchprodukte sind leicht austauschbar. Natürlich habt Ihr vermutlich keine solchen Plätzchen übrig. Aber der Nachtisch funktioniert auch mit gekauften Orangen- oder Zitronenkeksen oder mit einem trockenen Rest Zitronenkuchen.

Orangencreme

Zutaten für 4 Personen:

2 Handvoll Kekse

1/2 EL Butter

4 TL Orangenmarmelade

250 g Mascarpone

5 EL Joghurt (3,5 Prozent Fett)

2 EL Orangenlikör

2 TL Vanillezucker

Und so geht`s:

  1. Die Kekse im Mixer zerkleinern und die Butter schmelzen.
  2. Keksbrösel und Butter vermischen und bis auf einen kleinen Rest in vier Schüsselchen verteilen.
  3. Auf die Keksmischung je einen Teelöffel Orangenmarmelade geben.
  4. In einer Schüssel Mascarpone, Joghurt, Vanillezucker und Orangenlikör verrühren.
  5. Die Masse vorsichtig auf der Marmelade verteilen und mit den restlichen Keksbröseln bestreuen.

mascarponeorange

Am besten schmeckt der Nachtisch, nachdem er eine Nacht im Kühlschrank durchgezogen ist. Sollte Euch die Mascarponemasse nicht süß genug sein, einfach mehr Zucker benutzen. Wenn Kinder mitessen, den Likör durch Orangenschale ersetzen.

Habt Ihr auch noch Plätzchen übrig? Was zaubert Ihr aus den Resten?

Kreatives Resteverwerten wünscht Euch,

Dani