Archiv der Kategorie: Aus Alt mach Neu

Freitagskuchen – knackigcremige Schokobaisers

baisermitschokofüllung

Außen knusprig, innen cremig und schokoladig. Ein echter Kuchen ist der heutige Freitagskuchen nicht. Die kleinen süßen Teilchen sind aber durchaus würdige Wochenend-Starter. Und ganz nebenbei eine wunderbare Restverwertung für übriges Eiweiß. Die Füllung kann natürlich ganz nach Geschmack ein bisschen gepimpt werden. Mit einem Hauch Chili zum Beispiel oder mit etwas Minze. Ein Klecks Marmelade sorgt für ein wenig Fruchtaroma. Eurer Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

schokoschnee

Ihr braucht für ca. 8 Baiers:

125 g Zartbitterschokolade

4 EL Sahne

4 Eiweiß

250 g Zucker

1/2 TL heller Essig

3 TL Stärke

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 120 °C vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen.
  2. Schokolade hacken und gemeinsam mit der Sahne schmelzen. Masse dann abkühlen lassen, bis sie leicht fest wird.
  3. Eiweiß mit 3 EL kaltem Wasser steif schlagen. Dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen.
  4. Essig langsam unterrühren.
  5. Zuletzt Stärke sieben und unterheben.
  6. Aus der Hälfte der Masse ca. acht Kreise auf das Blech streichen. Dabei ausreichend Abstand halten.
  7. In die Mitte je etwas Schokoladenfüllung geben.
  8. Den übrigen Eischnee darauf verteilen. Dabei darauf achten. dass die Füllung ganz eingepackt ist.
  9. Blech für ca. 90 Minuten in den Ofen schieben.

schokobaiser

 

Sollten die Päckchen nicht ganz verschlossen sein ist das übrigens nicht so tragisch. Die Teilchen platzen zwar auf, aber die Füllung läuft kaum heraus. Ich finde sogar, dass es ganz nett ausschaut, wenn eine kleine Schokoladenspur das Knusperkissen dekoriert.

Knusprige Kuchenideen wünscht Euch,

Dani

 

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Obst meets alte Plätzchen – Resteverwertung und eine Überfressens-Kasse

apfelhimbeercrumble

Beerig-fruchtig, süß, herz- und bauchwärmend und ganz nebenbei eine wunderbare Resteverwertung: Apfel-Himbeer-Crumble mit Plätzchenstreuseln. Ein Knaller auf unserer Nachtisch-Hitliste. Und damit melde ich mich zurück. Auch wenn einige Zeit ohne Blogbeitrag ins Land gezogen ist, wurde im Hause Minzzucker fleißig gekocht und gebacken. Es wurde aber auch viel gearbeitet, ein Garten geplant und ein ganz schön großer Keller gefliest. Und das Thema Resteverwertung ist wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt. Weniger Lebensmittel sollen weggeschmissen werden und die gute alte Strafkasse, die bei Überfressen zum Einsatz kommt wurde wieder eingeführt. Anlass war ein wirklich herzzerreißender Beitrag im Fernsehen, über hungernde Kinder an dessen Ende ich als heulendes Häufchen Elend auf dem Sofa saß. Schon vor Jahren haben Herr Minzzucker und ich eine Kasse eingeführt, in die bei Überfressen eine kleine Spende geworfen werden sollte. Das galt für uns und für unsere Gäste. Nachdem wir beide gern essen und auch ganz gern kein Ende finden, haben wir sehr oft „gespendet“ und auch unsere Gäste neigen bei uns schon Mal dazu, sich zu überfressen und zeigten sich zum Großteil ebenfalls als bereitwillige Zahler bei Überfressen. Am Ende des Jahres haben wir den Inhalt der Kasse dann jeweils einer Organisation gespendet, die gegen den Hunger kämpft. Wir waren erstaunt, wie viel Geld sich ansammelt, wenn man immer wieder ein paar Centbeträge in eine Spardose wirft.

applecrumble

 

Dieser Fruchtcrumble ist auch eine wunderbare Möglichkeit Essensverschwendung zu vermeiden. Altes, schrumpeliges Obst eignet sich wunderbar genauso wie übrige Kekse. In unserem Fall wurden die Streusel schon mehrmals mit übrigen Weihnachtsplätzchen gemacht. Die halten länger, als man denkt und geben den Streuseln ein ganz wunderbares Aroma. Dafür ist bei der Zubereitung ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Je nach verwendeter Kekssorte wird eine unterschiedliche Buttermenge benötigt. Und die Streusel sollten nicht von Anfang an mitgebacken werden, da sie sonst sehr dunkel werden.

Ihr braucht für 2 Personen:

2-3 alte Äpfel

1-2 Handvoll TK-Himbeeren

2 Handvoll alte Kekse

Butter

evtl. Zimt, Zucker, brauner Rum, Vanilleeis

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  2. Die Äpfel in Stücke schneiden und zusammen mit den Beeren in eine Auflaufform geben.
  3. Nach Belieben mit etwas Zucker, Zimt und Rum würzen.
  4. Ca. 25 Minuten im Ofen vorbacken.
  5. In der Zwischenzeit die Kekse zerbröseln und mit Butter zu einer Streuselmasse verkneten.
  6. Streusel auf das Obst geben und weitere 15-20 Minuten backen.
  7. Aus dem Ofen nehmen und nach Belieben mit einer Kugel Vanilleeis servieren.

restecrumble

Schnell gemacht und superlecker. Einer unserer Favoriten an kalten Winterabenden. Übrigens kann auch ziemlich harter und sehr alter Stollen für die Streusel verwendet werden. Und ich vermute, dass auch alter Kuchen geht.

Also ran an die alten Kekse und vielleicht habt Ihr ja auch Lust auf eine Überfressens-Kasse!

Herzliche Grüße,

Dani


Freitagskuchen am Dienstag- Fruchtig gegen die Hitze

erdbeerpavlova

Sommer! Endlich! Abends stundenlang draußen sitzen, schwimmen gehen, barfuß durchs Gras laufen, morgens ohne Jacke aus dem Haus. Herrlich! Nur Kuchen schmeckt sogar mir nicht wirklich, wenn es draußen richtig warm ist. Und eigentlich war es die letzten Tage nicht warm, sondern unfassbar heiß. Was Süßes musste trotzdem her. Und weil wir Urlaub haben ist quasi jeder Tag ein Freitagskuchentag. Pavlova wollt ich schon lange ausprobieren. Dank einiger übriger Eiweiß war die Entscheidung also schnell getroffen. Ergebnis: Geht schnell, ersetzt Kuchen perfekt und ist dank vieler Früchte ein superfrischer Nachmittagsversüßer.

beerenpavolva

Ihr braucht für eine Pavlova mit ca. 20 cm Durchmesser:

4 Eiweiß

150 brauner Zucker

1/2 EL Speisestärke

1 TL Zitronensaft

1/2 TL gemahlene Vanille

1 TL Himbeerpulver

1 Becher Sahne

1 EL Puderzucker

1 Schälchen Physalis

1 Schälchen Himbeeren

300 g Erdbeeren

1 Schuss Orangenlikör

Und so geht`s:

  1. Backofen auf 130 °C vorheizen.
  2. Eiweiß steif schlagen. Dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen.
  3. Vanille und Himbeerpulver einrühren.
  4. Zitronensaft darüber träufeln und Speisestärke darauf sieben. Beiden unterheben.
  5. Eischnee in einem ca. 20 cm großen Kreis auf das Backpapier streichen. Dabei in der Mitte eine kleine Vertiefung eindrücken.
  6. In den Backofen schieben und ca. eine Stunde hell trocknen lassen.
  7. Den Backofen ausschalten, Tür öffnen und Baiser im Ofen auskühlen lassen.
  8. In der Zwischenzeit Früchte waschen und Erdbeeren und Physalis in Stücke schneiden.
  9. Puderzucker karamellisieren, Physalis und die Hälfte der Erdbeeren kurz darin schwenken und mit Orangenlikör ablöschen.
  10. Anschließend durch ein Sieb abgießen und die Flüssigkeit in einem kleinen Topf sirupartig einreduzieren.
  11. Sahne steif schlagen und auf dem Baiser verstreichen.
  12. Karamellisierte Früchte, Sirup, rohe Erdbeeren und Himbeeren darauf verteilen.
  13. Ganz schnell aufessen!

pavlovamiterdbeeren

Herrlich fruchtig war das! Erfrischend und doch süß, aber dank der vielen Beeren doch nicht zu süß. Gebrochen ist der Eischnee übrigens, weil ich nicht sicher war, ob er schon fertig ist. Also mal schnell mit den Fingern hingedrückt und schwupps ist er gebrochen und wurde für fertig erklärt. Dem Geschmack hat das natürlich nicht geschadet, nur ganz so schön haben die Risse nicht ausgesehen.

Kühlende Kuchenideen wünscht Euch,

Dani


Mohn, Cassis und Tonka – ein Käsekuchen

cassischeesecake

Das Osterlamm von Oma musste weg. Der Allwerteste des Teigschäfchens hatte bessere Tage schon gesehen und war ein wenig trocken geworden. Ehrlichgesagt war das übrige Hinterteil steinhart und sowas von ausgedörrt, dass es unmöglich war es noch zu essen ohne auf der Stelle daran zu ersticken. Außerdem im Vorratsschrank entdeckt: Eine offene Packung Dampfmohn, kurz vor dem Verfallsdatum – keine Ahnung, wofür wir den gekauft hatten. Es ist wohl schon eine Weile her… Da kam mir das Blogevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“, das Susanne von „magentratzerl“  gerade bei Zorra im „Kochtopf“ veranstaltet quasi gerade recht. Der Lammpopo wurde mit diversen älteren Keksen die auch noch rumstanden zu einem Keksboden, der Mohn wanderte zusammen mit ein wenig Tonkabohne in eine Cheesecakemasse und für ein bisschen Frucht durfte ein Hauch Cassispulver dazu.

cheesecaketonkabohne

Um ehrlich zu sein, war das ein ganz schön leckerer Cheesecake. Klein aber fein sozusagen. Und wieder einmal der Beweis: Man muss Essen nicht wegwerfen. Auf gar keinen Fall! Mit ein bisschen Kreativität können aus übrigen Dingen so tolle neue Gerichte entstehen. Weil: Essen im Müll geht gar nicht. Wegen der Kinder in Afrika und überhaupt.

mohncheesecake

Ihr braucht für einen kleinen Cheesecake (20 cm)

250 g Kekse, Zwieback, trockene Kuchenreste, etc. (ich hatte ein paar Haferkekse, Löffelbiskuits und das Osterlamm)

100 g Butter

650 g Doppelrahmfrischkäse

100 g + 2 EL Zucker

3 Eier

50 g Dampfmohn

1/2 Tonkabohne

200 g Sauerrahm

3 TL Cassispulver

Und so geht`s:

  1. Kekse und Co schreddern, Butter schmelzen und beides gut mischen.
  2. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und Form außen mit Alufolie verkleiden. Den Krümelboden einfüllen und andrücken.
  3. Backofen auf 160 °C vorheizen. Boden in der Zwischenzeit kühlen.
  4. Frischkäse und Zucker glatt rühren.
  5. Eier einzeln unterrühren.
  6. Tonkabohne darüber reiben und zusammen mit dem Mohn unterrühren.
  7. Die Masse auf den Boden geben und die Form in ein tiefes Backblech stellen.
  8. Blech in den Ofen schieben und mit Wasser füllen.
  9. Den Kuchen ca. 45 Minuten backen lassen.
  10. In der Zwischenzeit Sauerrahm mit 2 EL Zucker und Cassispulver verrühren.
  11. Auf den Kuchen geben und weitere 10 Minuten backen lassen.
  12. Den Kuchen aus dem Wasserbad nehmen, Alufolie entfernen und bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
  13. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  14. Vor dem Servieren mit etwas Cassispulver bestreuen.

käsekuchenmohncassis

Sogar der Herr „Ich find Käsekuchen doof“ hat ordentlich reingeschaufelt. Die anderen Käsekuchenliebhaber und ich sowieso. Das Cassispulver habe ich übrigens letzte Woche quasi zufällig ergattert. Eigentlich war ich ein wenig skeptisch ob das „was gscheits“ ist. Tatsächlich hat sich aber nicht nur die Farbe beim Backen richtig gut gehalten, die Sauerrahm-Cassis-Schicht hat richtig fruchtig geschmeckt.

Kreative Küchenideen mit den Lebensmitteln aus dem Vorratsschrank wünscht Euch,

Dani


Freitagskuchen – Beerenbombe mit Lemon Curd

joghurtkuchenmitlemoncurd

Frühlingsfrisch und extra fruchtig – das ist mein heutiger Freitagskuchen. Eine ganze Menge Beeren und Lemon Curd machen ihn zum wundervollen Frühlingsnachmittagsbegleiter. Ein kurzer Blick in den Kühlschrank führte heute Mittag nämlich schnell zur Erkenntnis, dass ich es für`s Osterfrühstück mit dem Einkaufen mal wieder etwas zu gut gemeint hab. Das kann ich gut. Es gibt ja schließlich nichts Schlimmeres als hungrige Gäste. Bei ein paar Sachen habe ich aber irgendwie wirklich viel zu viel – ich vermute doppelt – eingekauft. Die übrigen Eier und Butterberge sind anders eigentlich kaum zu erklären… Außerdem im Angebot: Eine ordentliche Portion selbstgemachtes Lemon Curd, das vom Rumstehen ja auch nicht besser wird und ein offener Joghurt.

zitronenbeerenkuchen

Resteverwertungsbacken also. Aber manchmal wird ja gerade aus solchen Sachen wirklich Gutes, das es wert ist aufgeschrieben, verbloggt und mal wieder gebacken zu werden. Heute war das zum Beispiel so. Dass die Sonne mit aller Kraft auf die Dachterrasse gestrahlt hat und die Blümchenwiese vor dem Haus in schönstem Gelb-Weiß-Grün-Frühlingsmix im leichten Windchen gewedelt hat, hat den Freitagnachmittagskaffee nicht gerade verschlechtert. Herr Minzzucker hat jedenfalls vier Kuchenstücke gegessen und den Kuchen damit offensichtlich für gut befunden.

beerenkuchen

Ihr braucht für ein tiefes Backblech

350 g weiche Butter

100 g Zucker

100 g brauner Zucker

1/2 TL gemahlene Vanille

1 Prise Salz

6 Eier

500 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

250 g Naturjoghurt

350 g gemischte TK-Beeren

300 g Lemon Curd

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 170 °C vorheizen und das Backblech fetten.
  2. Für den Teig Butter, beide Zuckersorten, Vanille und Salz cremig rühren.
  3. Die Eier einzeln unterrühren.
  4. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit dem Joghurt unterrühren.
  5. Den Teig auf das Backblech streichen.
  6. Beeren unaufgetaut mit dem Lemon Curd vermischen und auf den Boden klecksen.
  7. Kuchen ca. 45 Minuten backen.

joghurtkuchenmitbeeren

Der Boden ist schön fluffig und saftig. Besonders toll ist aber die Schicht aus Beeren und Lemon Curd. Herrlich säuerlich und unglaublich beerig-zitronig. Nachbackempfehlung: Auf jeden Fall. Nachessempfehlung: Am besten im Sonnenschein.

Fruchtige Frühlingstage wünscht Euch,

Dani


Weg damit! Kartoffelirgendwas mit Erbsen, Minze und Feta

kartoffelomelette

Noch immer Baustellenchaos hier… Verbunden mit Arbeitschaos, wetterbedingten Schwitzattacken und Freizeitstress. Da sind essenstechnische Zuvieleinkäufe doch eine perfekte Ergänzung, findet Ihr nicht? Kürzlich wollte ich einen Kuchen backen, für den ich ziemlich viele Eier gebraucht hätte. Es blieb beim Wollen, die Eier standen rum und bekamen Gesellschaft von zwei großen gekochten Kartoffeln. Ganz nebenbei haben die Minzen (das heißt so – ich hab es nachgeschaut) einen plötzlichen Wachstumsschub hingelegt. Als schnell alles in eine Pfanne geworfen, ein paar Erbsen dazu und obendrauf eine Runde Fetakäse. Geht Ruckzuck und während das Essen gart ist Zeit für die Dusche.

kartoffeltortillamiterbsen

Ihr baucht:

2-3 gegarte Kartoffeln vom Vortag

eine Handvoll TK-Erbsen

1 EL gehackte Minze

100 g Feta

7 Eier

7 EL Milch

Salz

Pfeffer

Olivenöl

Und so geht`s:

  1. Die Erbsen in der Mikrowelle auftauen.
  2. Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden.
  3. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin goldbraun anbraten.
  4. In der Zwischenzeit Minze hacken und mit den Eiern und der Milch verquirlen. Mischung salzen und pfeffern.
  5. Erbsen zu den Kartoffeln geben.
  6. Eiermischung darüber gießen.
  7. Einen Deckel auflegen und die Eier bei geringer Hitze ca. 15 Minuten stocken lassen, so dass sie oben gar sind und sich unten eine braune Kruste gebildet hat.
  8. Kurz vor dem Servieren den Feta darüberbröckeln und mit Deckel auf der Pfanne warm werden lassen.

minzomelette

Geht schnell, schmeckt und ist mit beliebigen Gemüseresten und Kräutern abwandelbar.

Sonnige Sommerabende wünscht Euch,

Dani


Cremig, zitronig, schokoladig: Cake-Pops

kuchenamstiel

Eigentlich standen die kleinen Kuchenkügelchen schon länger auf meiner Ausprobieren-Liste. Gemacht hab ich sie trotzdem noch nie. Ich fand es irgendwie komisch einen Kuchen zu backen, um ihn dann zu zerbröseln und ein Kindergeburtstag oder eine Hochzeit war auch nicht auf dem Programm, um Cake-Pops als süßes Geschenk mitzubringen. Kürzlich waren aber von diesem Kuchen doch ziemlich viele Zitronenkuchenreste übrig. Auf ein Schichtdessert hatte ich wenig Lust, also habe ich zum ersten Mal Cake-Pops gemacht. Die wurden übrigens nicht nur von den Kindern und Damen in der Kaffeerunde genussvoll vom Stiel geknabbert. Auch die Herrn fanden durchaus Gefallen an den herzverzierten Kuchen.

schkokocakepops

Nicht nur die Teigkugeln waren eine echte Premiere. Ich habe es tatsächlich zum ersten Mal geschafft Kuvertüre so zu schmelzen, dass sie auch im trockenen Zustand und auch nach einigen Tagen aussieht, wie man sie eine glänzende Schokoschicht vorstellt. Bisher habe ich so gut wie immer fleckige und schrecklich graue Schokoüberzüge fabriziert, bei deren Anblick ich nicht erst einen ausgeprägten Schreikrampf bekommen habe. Im Dezember letztes Jahr haben mein Mann und ich drei herrliche Tage in Balderschwang in diesem wunderbaren Hotel verbracht. Für uns hatte das Hotel sowieso schon eine ganz sehr total überaus besondere Bedeutung, weil mir dort eine ganz besondere Frage gestellt wurde ;-). Letztes Jahr haben wir also in Erinnerungen geschwelgt und unter anderem an einer Hotelführung teilgenommen, die uns auch in die Küche geführt hat. Bei den glänzenden Pralinen angekommen konnte ich nicht anders, als die Pâtissière (frustriert von grauen Weihnachtsplätzchen) zu fragen, wie man denn eine so herrlich glänzende Kuvertüre hinbekommt. Das Ergebnis war eine private Einführung in das Schmelzen von Kuvertüre am folgenden Tag zusammen mit einem weiteren Hotelgast. Strahlend wie ein Honigkuchenpferd bin ich in diese Küche stolziert. Und tatsächlich habe ich erst jetzt wieder Kuvertüre als Überzug benutzt. Und es hat geklappt!

cakepops

Ihr braucht für ca. 20 Cake-Pops:

Zitronenkuchenreste (ca. 250 g)

1 EL weiche Butter

2 EL Frischkäse

1 TL Lemoncurd

2 EL Puderzucker

1 TL Zitronenschale

150 g Kuvertüre

Stiele für die Cake-Pops

Und so geht´s:

  1. Die Ränder vom Kuchen abschneiden und das Innere mit den Händen zerbröseln.
  2. Kuchenbrösel mit Butter, Frischkäse, Lemoncurd, Puderzucker und Zitronenschale verkneten bis eine formbare Masse entsteht.
  3. Die Masse ca. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
  4. Anschließend mit den Händen kleine Kugeln formen.
  5. Ein kleines Stück Kuvertüre schmelzen, ein kleines Stück der Holzstiele in die Schokolade tauchen und dieses Stück dann in je eine Kuchenkugel stecken.
  6. Anschließend etwa ein Drittel der Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Sie sollte nicht verbrennen, aber durchaus richtig geschmolzen sein. Die Kuvertüre dann herunterkühlen, indem die restliche gehackte Schokolade untergerührt wird. Die Temperatur ist richtig, wenn ihr etwas Schokolade unter eure Unterlippe haltet und sie nicht als heiß oder kalt spürt.
  7. Den Behälter mit der Schokolade einige Male fest auf die Arbeitsplatte klopfen, damit die Luftblasen in der Kuvertüre platzen.
  8. Nun die Kuchenkugeln einzeln eintauchen, etwas abtropfen lassen, nach Belieben verzieren und in eine stabile Unterlage gesteckt trocknen lassen.

zitronenpops

Sieht nicht nur schön aus, schmeckt auch! Die Kombination aus dem zitronig-cremigen Kuchen und der knackigen Schokolade außen lässt jeden Süßschnabel dahinschmelzen. Und ganz nebenbei eine wirklich tolle Resteverwertung für trockene Kuchen, die ihre besten Tage schon hinter sich haben oder eben von Ausstechereien oder so übrig sind.

Glänzende Glasuren wünscht Euch,

Dani