Freitagskuchen – echt beerig!

beerenstreuselkuchen

Klein, rot, rund, sauer – Johannisbeeren sind herrliche kleine Früchtchen. Und endlich sind sie reif! Schon seit Wochen habe ich ganz schön Lust auf die Beeren, habe mich aber angesichts ganz schön hoher Preise für ein Minischälchen bisher zurückgehalten. Schließlich wachsen im elterlichen Garten eine ganze Menge Johannisbeeren. Jetzt war es so weit! Ein Anruf mit der Info, dass die Johannisbeeren reif sind, verbunden mit dem Angebot mir eine Schüssel bereits gepflückter Beeren vorbei zu bringen. Wer kann da schon Nein sagen? Der Mann wünschte sich einen Streuselkuchen. Die gehören eigentlich nicht wirklich zu meinen Lieblingen. Der war aber dank extra vieler Früchte aber wirklich gut und der Streuselkuchenliebhaber im Hause Minzzucker war völlig begeistert. Vor dem Johanisbeerenkuchen kommt aber (leider) das „abböbbeln“ – also das abzupfen der Beeren von den kleinen Zweigen. Glücklicherweise habe ich zwei Nachbarskinder, die immer neugierig angerannt kommen, wenn ich im Garten buddle oder mich mit irgendeiner Schüssel bewaffnet vor das Haus setze, um Erdbeeren zu schneiden oder eben Johannisbeeren zu zupfen. Verbunden mit der Info, dass sie daheim niiiiiieeeee helfen würden kommt dann die Frage, ob sie mitmachen dürfen. Dürfen sie natürlich. Und so waren die Beeren schnell abgeböbbelt und der Rest des Kuchens geht dann wirklich ratzfatz.

johannisbeerkuchen

Ihr braucht für ein Backblech:

1300 g Johannisbeeren

125 g Himbeeren

325 g weiche Butter

600 g Mehl

75 g gemahlene Mandeln

1 TL gemahlene Vanille

100 g brauner Zucker

150 g weißer Zucker

1 Prise Salz

1 Ei

250 g Fruchtaufstrich (ich habe die offenen Gläser im Kühlschrank leergemacht: Apfel-Birne und Erdbeere-Orange)

johannisbeere

Und so geht`s:

  1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Beeren waschen. Das Backblech einfetten und mit Mehl ausstäuben.
  2. Mehl, Butter, Mandeln, Vanille, beide Zuckersorten, Salz und Ei in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem Streuseltetig verkneten.
  3. Zwei Drittel des Teiges auf das Blech geben und als Boden andrücken.
  4. Fruchtaufstriche auf dem Teig verstreichen und Beeren darauf geben.
  5. Restlichen Streuselteig über die Früchte krümeln.
  6. Auf der untersten Schiene im Ofen ca. 50 Minuten backen.
  7. Lauwarm (besonders lecker) oder abgekühlt am besten im Sonnenschein essen.

streuselkuchen

Säuerlich, saftig und dank der Streusel doch knusprig ist dieser Kuchen. Ein Klecks steif geschlagene Sahne steht ihm selbstverständlich besonders gut! Und natürlich nicht nur eine Idee für frische Beeren, sondern auch ein idealer Reste-Obst-Kuchen, wenn es in der heimischen Obstschale mal wieder runzelt.

Beerige Sommerkuchen wünscht Euch,

Dani

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7 responses to “Freitagskuchen – echt beerig!

  • Elisabeth Naumann

    Also das muß ich einmal los werden. Ich freue mich immer über die Freitagskuchen. Schon beim Lesen läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich backe jeden zweiten Kuchen nach. Sie gelingen immer. Und sie schmecken soooooooooooo gut. Ein danke schön und ein großes Lob der Schreiberin und „Bäckerin“.

    • minzzucker

      Vielen Dank für das Kompliment! Ich freu mich total, wenn die Kuchen nachgebacken werden! Und wenn sie Dir gelingen und schmecken, freut mich das noch mehr! Viel Spaß beim Nachbacken weiterhin!
      Herzliche Grüße,
      Dani

  • marco

    Oh, das „abböbbeln“, wie du das nennst, davon kann ich ein Lied singen. Der Strauch meiner Grosseltern hat eimerweise Beeren gehabt, das war jeweils eine Heidenarbeit! Aber auch eine schöne Arbeit, wie ich stets fand. Trotzdem – vielleicht liegt es daran, dass ich bis heute kein grosser Fan von Johannisbeeren -oder Trübeli, wie wir bei uns sagen- bin!

    Gleich deinem Mann aber, bin ich grosser Streuselkuchenfan 🙂 So kombiniert… who knows, müsste ich mal wieder versuchen! Insbesondere weil mir ein ganz ähnlicher Anruf, wie bei dir, wohl auch bald blüht 😉

    • minzzucker

      Und Johannisbeermarmelade kann man irgendwann ja auch nicht mehr sehen, bzw. in den Mengen die ein paar so Sträucher abwerfen essen. Schwarze Johannisbeeren mag ich ja total. Nur leider wollen die irgendwie nicht wachsen. Vielleicht ja ab nächsten Sommer in meinem Garten 😉

  • essen & l(i)eben

    Streusel mit Johannisbeere! ein Träumchen.

    das abböbbeln geht übrigens leichter, wenn man mit einer Kuchengabel ganz vorsichtig die Stiele entlang fährt. so werden vielleicht ein paar angeritzt (was mir aber auch mit der Hand passiert) aber man muß nicht jede einzeln anfassen.

  • anja zimtschnegge

    sieht lecker aus und hört sich auch nicht so kompliziert an. genau das richtige für mich.bin nämlich nicht gerade die backfee 🙂 . viele grüsse von anja

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