Freitagskuchen – endlich zurück mit Mohn und Zitrone

zitronengugl

Das Internet geht! Also es funktioniert. So richtig. Und das Telefon. Es kann läuten. Und dann ist da jemand am anderen Ende der Leitung! Und beides an einem Tag. Heute ist wohl sowas wie Osterweihnachtsgeburtstag! „Mach irgendwas mit dem Telefon“, brüllt Herr Minzzucker mich strahlend an und ich komme dem höchst gern nach und beginne längst überfällige Telefoneskapaden zu starten. Sechs Wochen ohne, das ist eine wahre Herausforderung für Menschen wie mich, die alles stundenlang am Telefon bequatschen, jeden Mist googlen, bloggen und ganz nebenbei im Homeoffice arbeiten.

Sechs Wochen ohne bedeutet auch sechs Wochen in THE HAUS. Ja, wir sind tatsächlich eingezogen. 1200 Stunden haben Herr Minzzucker und ich von Juni bis Januar auf der Baustelle geackert – ganz zu Schweigen von den vielen, vielen Stunden unserer Helfer. Wir haben gestrichen, gesägt, geschraubt, gespachtelt, gedämmt, Boden gelegt und so weiter – neben Vollzeitarbeit. Am Ende waren wir am Ende. Und dann ging es Mitte Januar ganz schnell und schwupps waren wir umgezogen. Langsam lichtet sich das Chaos. Was wir noch nicht gelernt haben: Platz haben. Wir sind es einfach gewohnt jede noch so kleine Ecke zu nutzen, zu stapeln, zu quetschen und zu stopfen. Das tun wir auch jetzt. Bis einer von uns sagt: „Tu das doch in den Keller/den Dachboden/das leere eine oder das leere andere Zimmer.“ Unser neues Hobby: Laut rufend durchs Haus laufen und den anderen suchen. „Schatz, wo bist Du?“ „Hier!“ „Wo ist hier?“ „Ja hier!“ „Welches Stockwerk denn?“ Bisher hatten wir nämlich eine ziemlich kleine Wohnung. Mit einem Schlafzimmer und einem Bad und einem Wohn-Ess-Küchen-Arbeits-Zimmer.

Mein ganz persönliches Haushighlight ist natürlich die Küche. Der eigentliche Plan war ja, sie am Einbautag mit Plätzchenbacken einzuweihen. Aber selbst ich war dafür in der Bauphase einfach viel zu kaputt. Nach sechs Wochen ist sie aber ausführlichst eingeweiht und ich liebe sie heiß und innig. Nur der Backofen und ich sind noch keine richtig dicken Freunde geworden. So ziemlich alles kommt matschig aus dem Ofen, braucht viel zu lang und dann piept er auch noch ständig, um mir irgendwas zu sagen. Experimente sind nicht. Genaues Backen nach Rezept ist angesagt, um ihm auf die Schliche zu kommen. Aber ich bin sicher, dass das wird. Wir brauchen nur ein wenig Zeit miteinander – und zwar die GANZE nächste Woche. Da ist Backurlaub und praktischerweise hat der Mann Geburtstag.

Der Freitagskuchen heute ist deshalb auch ganz original nach Rezept (aus „Feine Kuchenpralinen“) und trotzdem natürlich superlecker.

mohngugl

Ihr braucht für ca. 25 mohnig-zitronige Minigugl:

1 unbehandelte Zitrone

1 Vanilleschote

80 g Butter + etwas für die Form

65 g Puderzucker

2 TL Rum

2 Prisen Salz

2 Eier

30 g Mehl + etwas für die Form

65 g Weichweizengrieß

20 g Dampfmohn

Und so geht`s:

  1. Die Miniguglform fetten und mit Mehl ausstäuben. Ich schmelze die Butter dafür und streiche sie mit Hilfe von Küchenrolle in die Form.
  2. Den Backofen auf 210 °C vorheizen.
  3. Butter und Puderzucker in einem Topf erhitzen.
  4. Rum, Salz, Vanillemark, 1 EL Zitronensaft und Schale der Zitrone dazu geben und alles gut verrühren.
  5. Eier unterrühren.
  6. Mehl und Grieß daraufsieben und unterrühren.
  7. Den Mohn unterheben.
  8. Teig in einen Gefrierbeutel füllen, eine Spitze abschneiden und bis zum Rand in die Formen füllen.
  9. Im unteren Drittel ca. 14 Minuten (laut Rezept) backen.
  10. Leicht abkühlen lassen und aus der Form lösen.
  11. Restlichen Teig wie oben verbacken.
  12. Essen.

zitronenmohngugl

Wir mochten die kleinen Gugl sehr. Wie immer sehen sie ganz nebenbei wirklich total nett aus. Weil Freitagskuchen, die soll es auch im Haus immer geben. Unbedingt sogar!

Freitägliche Festschmäuse wünscht Euch,

Dani

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3 responses to “Freitagskuchen – endlich zurück mit Mohn und Zitrone

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