Freitagskuchen – geht auch als Dessert

weißetrüffelkarte

Wenn man das Rezept liest, ist eigentlich klar, dass dieser Kuchen nicht nur ein paar Stunden in den Kühlschrank muss, sondern wirklich über Nacht. Aber was soll man denn machen, wenn man den Freitagskuchen wirklich am Freitag in den Ofen schiebt und Herr und Frau Minzzucker am frühen Freitagnachmittag abwechselnd im Fünf-Minuten-Takt mit erwartungsvollem Blick die Kühlschranktür öffen? Bis die wirklich wahnsinnig leckere Trüffelcreme fest ist, dauert es eben ziemlich viele lange Stunden. Deshalb backt diesen Kuchen doch einfach am Vortag. Wenn Ihr ihn am Backtag essen wollt: Er lässt sich nicht so schön schneiden, weil die oberste Schicht eben noch zu cremig ist (siehe Foto). Dem Geschmack tut das aber nix.

Der Mann kam kürzlich strahlend mit etwas Crème double nach Hause. Das gibt es nämlich bei uns nicht. Ehrlich. Auf Nachfrage im Supermarkt hat uns mal eine Verkäuferin völlig entgeistert angeschaut und dann erklärt, dass die Kunden so fette Produkte nicht haben wollten und derartiges deshalb bei ihnen nicht mehr im Sortiment sei. Wir sind uns ein bisschen vorgekommen als hätten wir gefragt in welchem Regal denn das Cannabis zu finden sei. Jedenfalls – zurück zum Kuchen: Ein strahlender Mann mit einem Becher Crème double, der mit leuchtenden Augen fragt, ob denn der Freitagskuchen diese Woche nicht diese Himbeertarte sein könnte, mit der Trüffelcrème oben drauf. Doch, kann natürlich. Das Rezept stammt aus „Anniks göttliche Kuchen“. Ein Backbuch, das ich eigentlich recht gern mag.

himbeertrüffeltarte

Zutaten für eine Springform (26 cm):

Für den Teig:

100 g Butter

70 g Puderzucker

1 Prise Salz

1 Ei

200 g Mehl

2 EL geschälte, gemahlene Mandeln

Für die Himbeerfüllung:

300 g TK-Himbeeren

70 g Zucker

1 TL Zitronensaft

1 Prise Salz

2 EL Speisestärke

Für die Creme:

150 g Crème double

70 g Butter

300 g weiße Schokolade

Und so geht`s:

  1. Kalte Butter, Zucker und Salz schlagen. Dann das Ei unterrühren. Amschließend mit Mehl und Mandeln zu einem Mürbeteig verarbeiten.
  2. Den Teig ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Anschließend Boden und Rand der Form damit auskleiden. Achtung: Rand nicht zu hoch ziehen, da das eine flache Tarte wird.
  3. Springform ca. 30 Minuten in den Gefrierschrank stellen.
  4. In der Zwischenzeit den Backofen auf 195 °C vorheizen und die Himbeeren zum Auftauen in ein Sieb geben.
  5. Mürbeteig mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten belegen und ca. 18 Minuten blind backen.
  6. Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und den Boden weitere ca. 4 Minuten backen.
  7. Die Himbeeren mit 100 ml Wasser, sowie den restlichen Zutaten der Himbeerfüllung verrühren. Aufkochen und leicht köchelnd andicken lassen. Füllung auf dem Boden verteilen und ca eine halbe Stunde abkühlen lassen.
  8. Schokolade in grobe Stücke hacken und in eine Schüssel geben.
  9. Crème double und Butter aufkochen lassen und über die Schokolade gießen.
  10. So lange rühren, bis eine cremige Masse entsteht.
  11. Die Trüffelcreme kurz abkühlen lassen und anschließend über den Himbeeren verteilen.
  12. Tarte bis zum Anschneiden (und am besten über Nacht) kalt stellen.

himbeertarte

Als der Kuchen fertig war, ist mir unser Rosmarinstock ins Auge gefallen . Und dann ist mir dieses köstlichste Himbeer-Rosmarin-Eis eingefallen, das ich letztes Jahr in der Toskana gegessen habe. Ich glaube deshalb, dass sich ein in der Himbeerfüllung mitgekochtes Rosmarinzweiglein sehr gut machen würde. Beim nächsten Mal dann. Diese Tarte gibt es – trotz der böööösen Crème double – nämlich immer wieder bei uns. Und ganz nebenbei: Ein leichtes Küchlein ist das natürlich nicht. Eher eine Praline im Mürbeteigbett. Geht deshalb auch als Nachtisch gut. Aber lieber nach einem leichteren Menü.

Trüffelige Tartes wünscht Euch,

Dani

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6 responses to “Freitagskuchen – geht auch als Dessert

  • marco

    Hammer!! 🙂 Die Tarte „fliesst“ beinahe aus dem Bildschirm raus, direkt in meinen Mund! Sieht absolut verführerisch aus! Und bitteschön: nicht gegen Crème double! Und die Idee mit der Himbeer-Rosmarin-Geschichte… au ja, das merke ich mir gleich auch noch 😉

    schönen Sonntag dir noch!

  • Catha

    Hmmmm, ich esse mit, dann sind das weniger Kalorien pro Person 😉
    Ich habe diese Torte nach der Inspiration von einem anderen Blog in Minimuffinförmchen nachgebacken. Soooo lecker, dass ich sie eigentlich auch in groß backen wollte – aber ich werde so oft gebeten, die Muffinpralinen zu backen, dass ich den Plan aufgegeben habe. Geht übrigens auch mit Creme fraiche, Schmand und Konsorten… Und wenn’s ganz fix gehen soll mit Marmeladenfüllung!
    Danke für den Post, ich werde bei nächster Gelegenheit einfach DOCH die große Torte machen 😉

    • minzzucker

      Das ist ja eine tolle Idee, mit den Minimuffinförmchen! Bei uns ist die Tarte mit Schmand schon mal nix geworden und seitdem darf da nur Creme double drauf 😉
      Herzliche Grüße,
      Dani

  • InaMia

    Oh Dani, wie klasse! Da bin ich tatsächlich verführt, den nächsten Supermarkt auszurauben um mir sofort auch so eine Tarte zu backen. Da kann ich gut verstehen, dass es schwer fällt, sie im Kühlschrank fest werden zu lassen 🙂

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