Cremig, zitronig, schokoladig: Cake-Pops

kuchenamstiel

Eigentlich standen die kleinen Kuchenkügelchen schon länger auf meiner Ausprobieren-Liste. Gemacht hab ich sie trotzdem noch nie. Ich fand es irgendwie komisch einen Kuchen zu backen, um ihn dann zu zerbröseln und ein Kindergeburtstag oder eine Hochzeit war auch nicht auf dem Programm, um Cake-Pops als süßes Geschenk mitzubringen. Kürzlich waren aber von diesem Kuchen doch ziemlich viele Zitronenkuchenreste übrig. Auf ein Schichtdessert hatte ich wenig Lust, also habe ich zum ersten Mal Cake-Pops gemacht. Die wurden übrigens nicht nur von den Kindern und Damen in der Kaffeerunde genussvoll vom Stiel geknabbert. Auch die Herrn fanden durchaus Gefallen an den herzverzierten Kuchen.

schkokocakepops

Nicht nur die Teigkugeln waren eine echte Premiere. Ich habe es tatsächlich zum ersten Mal geschafft Kuvertüre so zu schmelzen, dass sie auch im trockenen Zustand und auch nach einigen Tagen aussieht, wie man sie eine glänzende Schokoschicht vorstellt. Bisher habe ich so gut wie immer fleckige und schrecklich graue Schokoüberzüge fabriziert, bei deren Anblick ich nicht erst einen ausgeprägten Schreikrampf bekommen habe. Im Dezember letztes Jahr haben mein Mann und ich drei herrliche Tage in Balderschwang in diesem wunderbaren Hotel verbracht. Für uns hatte das Hotel sowieso schon eine ganz sehr total überaus besondere Bedeutung, weil mir dort eine ganz besondere Frage gestellt wurde ;-). Letztes Jahr haben wir also in Erinnerungen geschwelgt und unter anderem an einer Hotelführung teilgenommen, die uns auch in die Küche geführt hat. Bei den glänzenden Pralinen angekommen konnte ich nicht anders, als die Pâtissière (frustriert von grauen Weihnachtsplätzchen) zu fragen, wie man denn eine so herrlich glänzende Kuvertüre hinbekommt. Das Ergebnis war eine private Einführung in das Schmelzen von Kuvertüre am folgenden Tag zusammen mit einem weiteren Hotelgast. Strahlend wie ein Honigkuchenpferd bin ich in diese Küche stolziert. Und tatsächlich habe ich erst jetzt wieder Kuvertüre als Überzug benutzt. Und es hat geklappt!

cakepops

Ihr braucht für ca. 20 Cake-Pops:

Zitronenkuchenreste (ca. 250 g)

1 EL weiche Butter

2 EL Frischkäse

1 TL Lemoncurd

2 EL Puderzucker

1 TL Zitronenschale

150 g Kuvertüre

Stiele für die Cake-Pops

Und so geht´s:

  1. Die Ränder vom Kuchen abschneiden und das Innere mit den Händen zerbröseln.
  2. Kuchenbrösel mit Butter, Frischkäse, Lemoncurd, Puderzucker und Zitronenschale verkneten bis eine formbare Masse entsteht.
  3. Die Masse ca. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
  4. Anschließend mit den Händen kleine Kugeln formen.
  5. Ein kleines Stück Kuvertüre schmelzen, ein kleines Stück der Holzstiele in die Schokolade tauchen und dieses Stück dann in je eine Kuchenkugel stecken.
  6. Anschließend etwa ein Drittel der Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Sie sollte nicht verbrennen, aber durchaus richtig geschmolzen sein. Die Kuvertüre dann herunterkühlen, indem die restliche gehackte Schokolade untergerührt wird. Die Temperatur ist richtig, wenn ihr etwas Schokolade unter eure Unterlippe haltet und sie nicht als heiß oder kalt spürt.
  7. Den Behälter mit der Schokolade einige Male fest auf die Arbeitsplatte klopfen, damit die Luftblasen in der Kuvertüre platzen.
  8. Nun die Kuchenkugeln einzeln eintauchen, etwas abtropfen lassen, nach Belieben verzieren und in eine stabile Unterlage gesteckt trocknen lassen.

zitronenpops

Sieht nicht nur schön aus, schmeckt auch! Die Kombination aus dem zitronig-cremigen Kuchen und der knackigen Schokolade außen lässt jeden Süßschnabel dahinschmelzen. Und ganz nebenbei eine wirklich tolle Resteverwertung für trockene Kuchen, die ihre besten Tage schon hinter sich haben oder eben von Ausstechereien oder so übrig sind.

Glänzende Glasuren wünscht Euch,

Dani

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