Hol den Sommer in den Herbst: Zitronentarte

Kürbis, Zimt und Co sind ja wirklich lecker, aber bei dem dauernden grauen Regen-Nebel-Einheitsbrei muss für mich auch mal was fröhliches auf den Tisch. Und fröhlich ist für mich immer und unbedingt alles mit Zitrone. Diese Zitronentarte aus „Anniks göttliche Kuchen“ ist mein absoluter Zitronenkuchenfavorit. Sie ist süß und sauer und cremig und geht einfach direkt ins Gute-Laune-Zentrum. Ganz davon abgesehen ist sie nicht soooo viel Arbeit. Ein bisschen dauert es schon, aber abgesehen von der Zeit im Ofen ist sie nicht wirklich viel Aufwand. Auch meinen Gästen hat die Tarte übrigens so gut geschmeckt, dass ich keine Zeit für Fotos gefunden habe und heute das traurige Reststück (siehe Tropfen auf dem Baiser) fotografieren musste.

Weil ich mir kürzlich eine wunderwunderschöne Form von „Greengate“ gegönnt habe, musste ich den Kuchen natürlich unbedingt darin backen. Die weiße Baisermasse hat einfach so gut, zu den weißen Punkten auf der Form gepasst! Mein Mann hat (mal wieder) für verrückt erklärt. Wen interessiert schon, ob der Kuchen farblich zu Kuchenform passt? Mich, kann ich da nur sagen. Und fröhliche Punkte ergänzen sich einfach perfekt mit einer fröhlichen Zitronentarte!

Bevor Ihr mit dem Backen richtig loslegen könnt, müsst Ihr einen Mürbeteig zubereiten und in der Form gut kühlen. Das geht ganz easy über Nacht auf dem Balkon.

Zutaten für eine Tarteform (24-28 cm):

Für den Teig:

100 g kalte Butter

70 g Puderzucker

1 Prise Salz

1 Ei

200 g Mehl

2 EL gemahlene Mandeln

Und so geht`s:

  1. Aus allen Zutaten schnell einen Mürbeteig kneten.
  2. Den Teig evtl. kühlen, bis er fest genug für die Weiterverarbeitung ist.
  3. Die Form mit dem Teig auskleiden und sehr gut kühlen. Das geht entweder in der Gefriertruhe (die ja aber meist voll ist) oder im Winter eben draußen.
  4. Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  5. Backpapier auf den Teig legen und darauf Trockenerbsen verteilen.
  6. Den Mürbteig ca. 15 Minuten blind backen. Aus dem Ofen nehmen.

Das allerbeste an der Tarte ist die cremige, süßsaure und extraeinfach zu machende Füllung. Ihr braucht dafür:

390 ml gezuckerte Kondensmilch

1 Prise Salz

1 große Bio-Zitrone

50 g Butter

130 ml Zitronensaft

4 Eigelb

Und so geht`s:

  1. Kondensmilch, Zitronenschale und Salz in einem Topf verrühren, aufkochen lassen und ca. 3 Minuten leicht köcheln lassen.
  2. Anschließend zuerst die Butter, dann den Zitronensaft und zuletzt die Eigelbe unterrühren.
  3. Die Füllung auf dem Boden verteilen (vorher natürlich Erbsen und Backpapier entfernen).
  4. Bei 140 ° ca. 20 Minuten backen. Die Masse ist fertig, auch wenn sie noch ein wenig schwabbelig ist.

Die Krönung kommt zum Schluss: Köstliche Baisermasse. Ihr braucht:

4 Eiweiß

80 g feiner Zucker

2 Messerspitzen Backpulver

100 g Puderzucker

1 EL Speisestärke

Und so geht`s:

  1. Feinen Zucker mit Backpulver mischen.
  2. Eiweiße zu sehr steifem Schnee schlagen. Während dessen Zucker-Backpulver-Mischung und Puderzucker nach und nach einrühren.
  3. Am Schluss die Stärke unterheben.
  4. Den Eischnee auf der Zitronenmasse verteilen.
  5. Bei 140 °C im Ofen 20 Minuten backen.
  6. Backofentür öffnen, Ofen ausschalten und die Tarte noch etwas 10 Minuten im Ofen stehen lassen.
  7. Essen, auch lauwarm, auch am nächsten Tag, bei guter Laune und bei schlechter auch!

Leider ist mir diesmal das Baiser völlig zusammengefallen, kurz nachdem ist die Tarte aus dem Ofen geholt habe. Aber ich mag Eischnee auch matschig. Vielleicht lag es am nassen Regen-Nebel. Ich hab mal gehört, dass Baiser so ein Wetter nicht mag. Habt Ihr das auch schon gehört? Klingt auf jeden Fall nach einer tollen Entschuldigung für unknusprige Tartes.

Saure Schleckereien wünscht Euch,

Dani

Advertisements

3 responses to “Hol den Sommer in den Herbst: Zitronentarte

  • Matti

    Das klingt wirklich ausgezeichnet lecker. Und ich verstehe dich: Wenn die weiße Baisermasse so gut zu den weißen Punkten passt, dann MUSS den Kuchen natülich backen, und zwar in genau der Form 😉

  • Sabine

    Hört sich wirklich lecker und einfach an. Ich hab ein ähnliches Rezept mit Limetten. Muss ich wirklich wieder machen, allerdings mal nach Deinem Rezept. Dein Blog gefällt mir sehr. Macht Spaß immer wieder reinzuschauen.
    Sonnige Grüße

  • Sybille

    Mein Gott…der Kuchen schaut ja sowas von köstlich aus und ich kann mir ganz genau vorstellen wie er schmeckt! 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: