Süß und saftig – Guinesskuchen mit Frischkäsefrosting

Dieser Kuchen hat es tatsächlich geschafft unsere komplette Küche innerhalb weniger Minuten in ein unfassbares Schlachtfeld zu verwandeln. Überall Teigspritzer, kombiniert mit braunen Kuchenbröseln und unterstrichen vom penetranten Geruch von Verbranntem. Ich hätte wirklich ausrasten können – und dann noch der Anblick des auseinandergebrochenen fertigen Kuchens. Dabei ist der Guinesskuchen so kinderleicht, dass dabei eigentlich gar nichts schiefgehen kann. Eigentlich… Am Ende war er trotzdem so lecker, dass ich euch das Rezept nicht vorenthalten will.

Mein Mann trinkt furchtbar gern dunkles Bier und will mich öfter Mal auch dazu bekehren. Alle möglichen Sorten soll ich probieren und dabei ist das Ergebnis doch immer das gleiche: eklig . Eine große Ausnahme davon gibt es: ich liebe Guiness. Versteht keiner, ich auch nicht, ist aber auch egal. Mag ich einfach. Deshalb wollte ich den Guiness-Schoko-Kuchen aus „Süße Sünden“ natürlich schnell nachbacken.
Der Kuchen ist supereinfach und ratzfatz zusammengerührt. Und wenn man die angegebene Größe der Backform benutzt, gibt es sicher auch kein Chaos in der Küche. Also, bitte eine 22er Springform benutzen! Ich war der Meinung, dass eine 20er auch gehen müsste. Gut, schon als nicht der ganze Teig in die Form passte war mir klar, dass ich mich getäuscht hatte. Trotzdem war ich der Meinung, dass der Rand den ich frei gelassen hatte, hoch genug war. So stark kann so ein Kuchen doch nicht aufgehen. Dann habe ich gesehen, dass der Kuchen ziemlich aufgeht. Das ist lang gut gegangen. Irgendwann hat es in unserer Küche leider furchtbar zu stinken angefangen. Ein kurzer Blick in den Ofen offenbarte einen Guinesskuchen-Vulkan, der sich als wunderhübsche Insel am Boden des Backofens sammelte, nachdem ein Stück Kuchen abgebrochen war.
Aus dem übrigen Teig wollte ich gern Muffins backen. Mein Mann wollte lieber Minigugl. Ich war eigentlich sicher, dass der Teig dafür nicht geeignet ist. Er wollte trotzdem unbedingt die Gugl und fettete die Form. Warum er nur für 10 Gugl die Form vorbereitete weiß ich nicht. Ich füllte die 10 Förmchen und spülte den restlichen Teig aus dem Spülbecken. Natürlich spritze das Wasser so, dass Teigspritzer die halbe Küche verschönerten. Danach war wieder Teig vom Ofenboden kratzen angesagt. Und jetzt zur Kurzfassung: Die Gugl ließen sich nicht aus den Förmchen lösen, weil der Teig viel zu fluffig war. Sie bestanden dann also aus dem runden Boden und Bröseln. Der eigentliche Kuchen ist beim Herauslösen aus der Form auseinandergebrochen, weil der Vulkan ein kleines Loch hinterlassen hatte. Was war ich stinkig! Am nächsten Morgen machte ich mich trotzdem ans Frosting und klebte damit die Kuchenstücke zusammen. Weil der Kuchen trotzdem ziemlich krum und bucklig war, strich ich das Frosting sehr ungleichmäßig auf den Guinesskuchen und bestreute ihn mit den Bröseln von den misslungenen Gugls. Aus deren Böden habe ich übrigens quasi Whoopie Pies gemacht. Einfach zwei abgebrochene Gugl-Böden mit Frosting füllen.

Zutaten für eine Springform (22cm!!!)

Für den Teig:

250 ml Guiness

250 g Butter

80 g Kakaopulver

400 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

2 Eier

140 ml Buttermilch

280 g Mehl

2 TL Natron

1/2 TL Backpulver

Für das Frosting:

50 g weiche Butter

300 g Puderzucker

175 g Frischkäse

Und so geht`s:

  1. Die Springform mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 170 °C vorheizen.
  2. Bier und Butter in einen Topf geben und erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist.
  3. Kakaopulver, Zucker und Vanillezucker unter das Bier rühren.
  4. Buttermilch und Eier miteinander verrühren und ebenfalls zum Bier geben.
  5. Mehl, Natron und Backpulver mischen. Die Guinessmischung nach und nach untererrühren.
  6. Den Teig in die Form füllen und ca. 40 Minuten backen.
  7. Kuchen kurz abkühlen lassen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
  8. Für das Frosting Butter und Puderzucker verrühren.
  9. Den Frischkäse unterrühren.
  10. Kuchen mit dem Frosting überziehen.

Der Geschmack des Kuchens hat mich mit dem Chaos in der Küche wieder versöhnt. Er ist gleichzeitig saftig und fluffig und durch den Kakao und das Guiness hat er einen wunderbar herben Geschmack. Mir war das Frosting ein wenig zu süß, mein Mann dagegen fand den Kuchen perfekt so. Nächstes Mal werde ich trotzdem Himbeeren unter den Teig mischen oder ein wenig Himbeermark ins Frosting. Übrigens schmeckt der Kuchen nach ein, zwei Tagen Rumstehen noch besser!

Klebrigen Kuchengenuss wünscht Euch,

Dani

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3 responses to “Süß und saftig – Guinesskuchen mit Frischkäsefrosting

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