Klein, flach, süß – Whoopie Pies

Schon lange schleiche ich um das Backbuch „Süße Sünden“ der hummingbird bakery. Das läuft dann so ab: Ich gehe in einen Buchladen und stürme in die Abteilung Koch- und Backbücher. Dort werfe ich meine Handtasche auf den Boden und sammle binnen weniger Minuten alle Bücher zusammen, die ich noch nicht kenne und die mich optisch ansprechen. Dazu kommt ein (meist noch größerer) Berg an Büchern, die unter die Rubrik „will-haben, denn ich weiß, dass du toll bist“ fallen. Jetzt stehe, sitze oder knie ich inmitten meines persönlichen Paradieses und blättere durch alle Bücher. Es gibt welche, die fallen nach wenigen Seiten raus und landen gleich wieder in den Regalen. Die anderen unbekannten Bücher werden so lange unter die Lupe genommen, bis sie entweder auch im Regal landen oder auf dem Stapel „vielleicht kaufen“. Dieser Stapel umfasst in der Regel mindestens 2 neue und 5-10 Bücher, die ich schon lange haben will. Letztere schaue ich mit Sehnsucht an. Ich stelle mir vor, wie die verschiedenen Kuchen schmecken, wie der Teig durftet und freue mich schon ein bestimmtes Rezept gleich wieder zu lesen.

Dann irgendwann räume ich meist alle Bücher wieder zurück und gehe nach Hause – ohne eins zu kaufen. Das ist natürlich ein wenig bekloppt. Aber mein Mann und ich haben uns selbst eigentlich ein Küchenhelfer-Backzubehör-Bücher-Wohnungsdekorations-Einkaufsverbot erteilt. Das liegt daran, dass unsere Wohnung miniklein ist und aus allen Nähten platzt. Vor allem in der Küche können alle Schüsseln, Kuchenformen, Backbücher und so weiter nur noch durch ein ausgeklügeltes System in die Schränke gequetscht werden. Schon die kleinste Nichteinhaltung hat fatale Konsequenzen und bringt das System im wahrsten Sinne des Wortes ins Wanken. Trotzdem werde ich eben manchmal schwach. Und den vielen leckeren Cupcakes, Whoopie Pies und Kuchen aus „Süße Sünden“ konnte ich gestern einfach nicht mehr wiederstehen.

Strahlend saß ich mit meinem Schatz (das Buch) auf dem Sofa und suchte mir das erste Rezept aus, das ich daraus backen wollte. Weil mein Mann kürzlich in einer Bäckerei einen Red-Velvet-Cupcake ergattert hat uns sofort zum Fan geworden ist und ich gern zum ersten Mal Whoopie Pies backen wollte, fiel die Entscheidung auf die Red-Velvet-Whoopie-Pies. Leider wurden daraus „Red-Velvet-Whoopie-Pies ohne rot“. Die verwendete Menge an Speisefarbe fand ich richtig krass. Und trotzdem haben die Küchlein nur mit viel gutem Willen einen leichten Rosaton. Der Geschmack war trotzdem lecker, also was soll`s. Weil ich Füllung und Teig ziemlich süß fand, habe ich überlegt, womit die Füllung ein wenig säuerlicher gemacht werden könnte. Außer Lemon Curd war nicht viel da, also wurden die Pies mit je einem Klecks davon gepimpt. Lecker!

Zutaten für 8-10 große oder ca. 20 kleine Pies

Für den Teig:

120 g weiche Butter

200 g Mascobado-Zucker

1 Pck Vanillezucker

1 Ei

120 ml Buttermiclh

340 g Mehl

2 EL Kakaopulver

1/2 TL Natron

1/4 TL Salz

30 ml rote Lebensmittelfarbe

Für die Füllung

85 g weiche Butter

150 g Puderzucker

80 g Frischkäse (wie immer Doppelrahmstufe)

100 g Marshmallow Fluff Vanille

20 TL Lemon Curd

Und so geht´s:

  1. Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Zuerst das Ei, dann die Buttermilch unterrühren.
  2. Mehl, Kakao, Natron und Salz mischen und in zwei Portionen unter den Teig rühren. Zum Schluss die Speisefarbe unterrühren.
  3. Den Teig ca. 30 Minuten kühlen. In der Zwischenzeit zwei Bleche mit Backpapier belegen und den Ofen auf 170 °C (Umluft 190°C) vorheizen.
  4. Den Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und 3-5 cm große Schnecken auf die Bleche spritzen. Zwischen den Schnecken etwas Abstand lassen.
  5. Jedes Blech ca. 10 Minuten backen. Küchlein nach dem Backen vom Blech nehmen und auf einem Kuchenrost ganz abkühlen lassen.
  6. Währenddessen Butter und Puderzucker gut miteinander verrühren. Den Frischkäse unterrühren. Zum Schluss Marshmallow Fluff dazu geben und zu einer cremigen Masse schlagen.
  7. Füllung in einen Spritzbeutel füllen und auf die Hälfte der Pies einen Ring spritzen. In die Mitte von jedem Ring 1-2 TL Lemon Curd füllen.
  8. Jeweils mit einem zweiten Kuchen belegen. Leicht andrücken.
  9. Kaffee kochen und zusammen mit den Whoopie Pies genießen.

Tolle kleine Portionen diese Whoopie Pies, finde ich. Und dazu ziemlich wandelbar, wenig Aufwand und was Neues.

Was haltet Ihr von den Mini-Sandwich-Kuchen?

Köstliche Whoopies wünscht Euch,

Dani

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2 responses to “Klein, flach, süß – Whoopie Pies

  • Sybille

    Wow…schon wieder so ein schöner neuer Blog.
    Whoopies stehen schon länger auf meiner jetzt-mach-doch-mal-Liste.
    Deine gefallen mir gut!

    Liebe Grüße
    Sybille

    • minzzucker

      Hallo Sybille,
      danke für das Kompliment! Ich bin auch ganz begeistert von den Whoopies. Bei meinem Backwahn kommen mir kleinere Portionen als ganze Kuchen einfach gerade recht. Viel Spaß beim Backen und herzliche Grüße,
      Dani

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